Vaughan Williams: Symphonies 1-9

Geschrieben von:
Michael Boldhaus
Veröffentlicht am:
19. Dezember 2003
Abgelegt unter:
Klassik

Vaughan Williams: Symphonies 1-9

In ihrer Reihe „The British Music Collection“ hat die Decca jetzt auch die legendäre Ersteinspielung sämtlicher Sinfonien des großen Engländers unter Adrian Boult aus den 50er Jahren wieder zugänglich gemacht. Die Mono-Aufnahmen sind klangtechnisch aufgefrischt worden und machen einen hervorragenden Eindruck. Besonders die Aufnahme der 9. Sinfonie würde ich in ihrer außerordentlichen Frische und Durchhörbarkeit als für Mono-Aufnahmetechnik exemplarisch bezeichnen. Wer auf Stereo entscheidenden Wert legt, ist mit der EMI-Box des zweiten Boult-Zyklus (siehe hierzu das Ralph-Vaughan-Williams-Special) besser beraten. Die vorliegende Edition hat allerdings klare Meriten. Bis auf die der 9. Sinfonie, entstanden sämtliche Einspielungen in Anwesenheit des Komponisten und dürfen daher als aus erster Hand autorisierte Interpretationen gelten.

Auch wenn man Derartiges nun nicht überbewerten sollte, für die, die beim Komponisten tiefer einsteigen möchten, ist die Platz sparende Papp-Box zweifellos eine faszinierende Ergänzung und Bereicherung. Eine, die in jedem Einzelfall eine (mehr oder weniger) eigene Atmosphäre besitzt. So beispielsweise, wenn der Dirigent der Einspielung besagter 9. Sinfonie ein kurzes Statement zum wenige Stunden zuvor erfolgten Ableben von Vaughan Williams voranstellt und die anschließende Aufführung des Werkes besonders inbrünstig erscheint. Die von John Gielgud als Sprecher in der „Sinfonia Antartica“ den einzelnen Sätzen vorangestellten Passagen aus Scotts Tagebuch erhöhen ebenfalls klar die Intensität der ohnehin packend interpretierten Musik.

Erschienen:
2003
Gesamtspielzeit:
367:16 Minuten
Sampler:
Decca
Kennung:
473 241-2 (5-CD-Box)
Zusatzinformationen:
LPO, A. Boult

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