Violin Concerto

Geschrieben von:
Cinemusic.de - Team
Veröffentlicht am:
21. Juni 2000
Abgelegt unter:
Klassik

Wie schon erwähnt, komponierte der Brite bis in die zweite Hälfte der fünfziger Jahre überwiegend für den Film und hatte bis dahin außer Kammermusik nur wenige Werke für den Konzertsaal geschaffen. 1957 übersiedelte Frankel in die Schweiz, wo er sich zusammen mit seinem Freund und später treuem Anhänger Hans Keller mit „seriellen“ Kompositionstechniken auseinandersetzte. Hierbei handelt es sich um eine Ergänzung der von Arnold Schönberg entwickelten „Methode des Komponierens mit zwölf in Reihe aufeinanderfolgenden Tönen“, welche neue Ordnung ins drohende „atonale“ Chaos bringen sollte. Frankel entwickelte aus den Vorbildern seine persönliche, eigenwillige musikalische Lösung. In den dem Komponisten noch verbleibenden anderthalb Dekaden entstand nun das sinfonische Hauptwerk, bestehend aus dem Zyklus seiner acht Sinfonien, dem Bratschenkonzert, der Serenata Concertante und neben weiterer Kammermusik die bedeutende Oper „Marching Song“.

Schon in den Neunzigern hatte das rührige cpo-Label damit begonnen, einen vollständigen Sinfonien-Zyklus (ebenfalls mit dem Queensland Symphony Orchestra unter Werner Andreas Albert) neben einer Reihe von Kammermusiken aufzunehmen. Von den insgesamt acht Sinfonien Frankels liegen zur Zeit die ersten sechs auf 3 CDs vor – denen außerdem zwei reizvolle kleinere Orchesterwerke, die schon erwähnte „May Day Overture“ und die kleine humorvolle Tondichtung „Mephistopheles Serenade and Dance, a Caricature for Orchestra“ als Füller zugegeben sind. Der zweiten und dritten Sinfonie sind interessanterweise die vom Komponisten für die BBC-Rundfunk-Ausstrahlungen (Anfang der siebziger Jahre) selbst gesprochenen Einführungen vorangestellt. Je eine weitere CD-Veröffentlichung präsentiert die Konzerte (Violin Concerto, Viola Concerto und Serenata Concertante) sowie eine Sammlung kleinerer, aber keinesfalls unbedeutender Werke, „Music for Strings“, die vom Northwest Chamber Orchestra Seattle unter Alun Francis überzeugend aufgenommen worden ist. Damit liegen zur Zeit – ohne die Filmmusik Battle of the Bulge – 5 CDs mit Orchester-Kompositionen Benjamin Frankels vor. Sämtliche Aufnahmen lassen sowohl von der Interpretation als auch klangtechnisch keine Wünsche offen und sind außerdem mit informativen – auch deutschsprachigen – Booklets vorbildlich ausgestattet.

Komponist*in:
Frankel, Benjamin

Erschienen:
1998
Gesamtspielzeit:
66:02 Minuten
Sampler:
cpo
Kennung:
999 422-2

Listing:

Violin Concerto op. 24 (25:49)
Viola Concerto op. 45 (27:15)
Serenata Concertante for Piano Trio and Orchestra op. 37 (12:32)

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