Special

Veröffentlicht am 03.10.2003 | von Michael Boldhaus

Faschismus und Zweiter Weltkrieg im Spiegel ausgewählter Kinofilme, Teil V

Neben drei Filmen werden dieses Mal zusätzlich noch drei zum Thema passende, interessante Publikationen des Siberburg-Verlags vorgestellt.

Die drei Filme:

  • Ich war neunzehn
  • Der Fall Gleiwitz
  • Nachts, wenn der Teufel kam


DVD

Veröffentlicht am 03.10.2003 | von Michael Boldhaus

Ich war neunzehn

Ich war neunzehn Michael Boldhaus
Film
Bild
Ton
Extras

Ich war neunzehn (1967), inszeniert vom renommierten DDR-Regisseur Konrad Wolf, schildert die Erlebnisse des neunzehnjährigen sowjetischen Leutnants Gregor Hecker. Hecker musste im Alter von acht Jahren mit seinen kommunistischen Eltern Deutschland verlassen und wuchs in Moskau auf. Jetzt, im Frühjahr 1945, betritt er erstmals wieder deutschen Boden und versucht, das in seiner ihm fremden Heimat Vorgefallene zu verstehen. In kurzen und vielfältigen Episoden entwirft der Film ein vielschichtiges und zum Teil auch widersprüchliches Bild, das von aufgepfropft-penetranter Sozialismus-Agitation fast völlig verschont bleibt.

Hecker erlebt unter anderem die Befreiung des KZs Sachsenhausen, die Verhandlungen um die Kapitulation der Spandauer Zitadelle und die Bewirtung von aus Nazihaft befreiten kommunistischen Häftlingen – einer der wenigen Momente des Films, wo (erträglich) etwas „Botschaft“ durchschimmert. Er begegnet dabei ehemaligen Nazis, die sich anbiedern wollen, und natürlich Mitläufern, die teilweise recht behaglich in innerer Emigration überwintert haben, Unverbesserlichen und auch Fanatikern, die lieber tot sein als rot werden wollen …

Gefilmt in einem eher kühl-sachlichen Stil, dazu in Schwarz-Weiß und ohne Einsatz von Breitwandverfahren wirkt Wolfs Film, der dazu nur wenige Action-Momente enthält, eher reportagehaft und unspektakulär. Trotzdem handelt es sich um ein beeindruckendes, sehr sehenswertes filmisches Werk zum Thema Faschismus, das dem geschichtsinteressierten Zuschauer ein interessantes und realistisch-eindringliches Zeitbild präsentiert.

Titel: Ich war neunzehn
Erschienen: 2003

Zusatzinformationen: DDR, 1967

Medium: DVD
Verleih: Icestorm DVD
Kennung: 19042

Regisseur(e):

Schlagworte:


DVD

Veröffentlicht am 03.10.2003 | von Michael Boldhaus

Der Fall Gleiwitz

Der Fall Gleiwitz Michael Boldhaus
Film
Bild
Ton
Extras

Der Fall Gleiwitz (1961) stammt ebenfalls aus dem DEFA-Archiv. Planung und Durchführung des angeblichen polnischen Überfalles auf den Reichssender Gleiwitz, der den Vorwand für den Überfall auf Polen lieferte, werden filmisch detailliert rekonstruiert. Regisseur Gerhard Klein hat hier ebenfalls keinen Action-Reißer gestaltet, sondern lässt die kühlen Fakten für sich sprechen. Dabei zeigt er auch klar das Ungeheuerliche und zugleich rücksichtslos Menschenverachtende der Nazi-Ideologie auf – wenn beispielsweise ein polnischer Häftling „angefordert“ wird, der als stichhaltiges „Beweisstück“ für polnische Niedertracht am Tatort ermordet zurückbleibt. Der Film verdeutlicht auch, wie austauschbar und alltäglich die Helfer (nicht nur) dieses Komplotts waren. Selbst der Planer der Aktion, SS-Hauptsturmführer Naujocks, erscheint weniger als klassischer Bösewicht; er ist vielmehr in gewissem Sinne ein typisches Produkt eines zwischenzeitlich zur Großmacht gewordenen verbrecherischen Systems, das nach dem Ersten Weltkrieg gestrandeten Landsknechtstypen seines Schlages Asyl bot, um anschließend deren „Fähigkeiten“ für seine Zwecke zu nutzen. Naujocks entpuppt sich damit ebenfalls als nahezu beliebig austauschbarer Teil einer mit erschreckender, verbrecherischer Präzision arbeitenden Organisation. Der Film beleuchtet damit zugleich das Allgemeingültige des Terrors eines jeden totalitären Systems, das derartig „geeignete“ Individuen hochkommen lässt, die es zu allen Zeiten in jeder Gesellschaft gab und auch zukünftig geben wird.

Erwähnenswert ist der vorzügliche Kameramann Jan Curík, der zum Teil mit eigenwillig-modernen, expressionistisch gehaltenen Bildkompositionen eindrucksstarke Resultate liefert. Auch hier wird ohne Breitwand, mit kontrastreichen Schwarz-Weiß-Bildern operiert.

Titel: Der Fall Gleiwitz
Erschienen: 2003

Zusatzinformationen: DDR, 1961

Medium: DVD
Verleih: Icestorm DVD
Kennung: 19151

Regisseur(e):

Schlagworte:


DVD

Veröffentlicht am 03.10.2003 | von Michael Boldhaus

Nachts, wenn der Teufel kam

Nachts, wenn der Teufel kam Michael Boldhaus
Film
Bild
Ton
Extras

Nachts, wenn der Teufel kam (1957) entstand diesseits des Eisernen Vorhangs, in der Bundesrepublik, zu einer Zeit als Wirtschaftswunder und Verdrängung der jüngsten Vergangenheit Hand in Hand gingen.

Der Film greift einen Fall von eklatanter Rechtsbeugung aus dem Jahr 1944 auf: Die These eines ermittelnden Kriminalkommissars, dass hinter einer Reihe von Frauenmorden möglicherweise ein Massenmörder steht, ruft einen karrierebewussten SS-Obergruppenführer auf den Plan. Der ist fasziniert vom Gedanken, der obersten Führung in Berlin einen propagandistisch verwertbaren, gemäß der NS-Ideologie zwangsläufig schwachsinnigen und nicht arischen Triebtäter zu präsentieren. Doch die Realitäten sind anders: Der schließlich Überführte ist leider Volksdeutscher mit Paragraph 51. Die Nazi-Führung schreckt verständlicherweise davor zurück, „diesen“ unerwünschten Fahndungserfolg offen auszuschlachten. Ein den Ermittlungsbehörden über Jahre verborgen gebliebener Massenmörder könnte das von den Kriegseinwirkungen stark in Mitleidenschaft gezogene Volk nur weiter beunruhigen. Es wird Stillschweigen angeordnet, ein Unschuldiger als Einzeltäter „geopfert“ und der überführte Massenmörder heimlich „liquidiert“. Der Kommissar, der versucht hatte, den Unschuldigen zu retten, erhielt „Bewährung“ in einem Strafbatallion an der zusammenbrechenden Ostfront …

Trotz einiger Zugeständnisse an das Unterhaltungskino ist Robert Siodmaks Film einer der wenigen diskussionswürdigen Filme jener Jahre, die sich mit den Konsequenzen des NS-Regimes auseinandersetzen. Einigen entbehrlichen kleinen Mätzchen steht überwiegend Treffendes gegenüber, das insgesamt für eine glaubwürdige realistische Atmosphäre sorgt. Etwas, wofür auch die guten Darsteller, wie Claus Holm als Kommissar, Hannes Messemer als sein Gegenspieler, in der Rolle des gebildeten und fanatischen SS-Obergruppenführers, und Mario Adorf als beinahe gutmütig-naiv erscheinender Muskelprotz, der rund 80 Morde gesteht. Unterm Strich ist Siodmaks Film eine sehenswerte Studie über den eher alltäglichen Faschismus jener Zeit.

Die Filme auf DVD

Alle drei Filme werden in sauberen, kontrastreichen und gut detaillierten Schwarz-Weiß-Bildern präsentiert, allein Nachts, wenn der der Teufel kam lässt stellenweise etwas Schärfe vermissen. In allen drei Fällen handelt es sich hier wohl um die bereits im Fernsehen verschiedentlich ausgestrahlten ordentlichen Videomaster, die eventuell technisch etwas aufpoliert worden sind. Akustisch ist hier natürlich jeweils „nur“ ein solider Mono-Sound in Deutsch drin; Ich war neunzehn kann man auch mit der russischen Tonfassung genießen.

Das Zusatzmaterial ist (fast zwangsläufig) recht bescheiden. In erster Linie gibt es jeweils Infos zu den Darstellern auf Texttafeln und einige Bildergalerien. Allein Kinowelts Nachts, wenn der Teufel kam bietet zum Film auch einen Trailer; die beiden DEFA-Streifen von Icestorm enthalten einige Wochenschauausschnitte, die mehr oder weniger eng mit dem jeweiligen Film verknüpft sind.

Drei Bücher:

  • „Die Tragödie v. Brettheim“
  • „Unternehmen Wüste“
  • „Vernichtung durch Arbeit“

Drei Buchtitel aus dem Silberburg-Verlag beschäftigen sich mit wenig bekannten (verschwiegenen) Verbrechen der nationalsozialistischen Schreckensherrschaft, die aber ebenso wenig vergessen werden dürfen wie die bekannten großen Ereignisse, die Eingang in die allgemeinen Geschichtsbücher gefunden haben.

Titel: Nachts, wenn der Teufel kam
Erschienen: 2003

Zusatzinformationen: D, 1957

Medium: DVD
Verleih: Kinowelt DVD
Kennung: 500601

Regisseur(e):

Schlagworte:


Lesen

Veröffentlicht am 03.10.2003 | von Michael Boldhaus

Die Tragödie von Brettheim

„Die Tragödie von Brettheim“ ist ein Beispiel für ein von der SS aus Durchhaltefanatismus noch im April 1945 begangenes Kriegsverbrechen, das ein wenig Bernhard Wickis berühmten Film Die Brücke in Erinnerung ruft. Um sinnloses Unheil zu vermeiden, nahmen mutige Bürger des württembergischen Dorfes Brettheim einem Trupp Hitlerjungen die Waffen ab und vernichteten diese. Ein fliegendes Standgericht der SS verhängte dafür insgesamt fünf Todesurteile, von denen drei vollstreckt wurden – wobei die Hinrichtung, zwecks besonderer Abschreckung, durch die anwesenden aufgeputscht-fanatisierten Hitlerjungen zum ganz besonders scheußlich inszenierten Spektakel geriet. Doch damit nicht genug: Wenige Tage später, am 17. April standen die Amerikaner vor dem Ort. Niemand traute sich, die weiße Fahne zu zeigen. Daher wurde Brettheim beschossen und durch Bombardierung in Trümmer gelegt: was 17 weitere Todesopfer unter der Bevölkerung forderte.

Öl aus den Schiefervorkommen der Schwäbischen Alb, das war „Hitlers letzte Hoffnung“ beim unter dem Decknamen „Unternehmen Wüste“ in Angriff genommenen Projekt, das die seit 1943 immer katastrophaler werdenden Versorgungsmängel mit Treibstoffen ausgleichen sollte. Ein vom Aufwand zum Nutzen geradezu illusionäres Unterfangen: eines, das aus etwa 35 Tonnen Öl-Schiefer gerade mal eine Tonne minderwertigen (!) Dieselkraftstoff ergab. Den immensen Aufwand macht der Kostenvergleich deutlich: ein Liter guter Diesel aus Rohöl kostete seinerzeit etwa 2 Pfennig, die gleiche Menge aus der Ölschieferproduktion jedoch das 75-fache und damit 1,50 Reichs-Mark! Bis Kriegsende konnten so gerade einmal lächerliche 1500 Tonnen schlechtes Dieselöl gewonnen werden.

Trotzdem mussten für diese völlig unwirtschaftliche und – da für den Kriegsverlauf keinesfalls von Bedeutung – allein sinnlose Verzweifelungstat noch tausende von KZ-Häftlingen sterben. Michael Grands Buch erläutert dieses keineswegs kleinformatige Unternehmen detailliert und lässt in Text und Bildern einen Eindruck vom Schrecken und Leid der unter unmenschlichen Bedingungen durchgeführten Arbeiten und Lebensbedingungen entstehen, das die „Wüsten-Häftlinge“ rund 16 Monate erdulden mussten. „Schlimmer als Auschwitz und Majdanek“, „eine Todesfabrik“, so bezeichnen Überlebende die kaum beschreibbaren Verhältnisse in den dafür speziell errichteten kleineren Konzentrationslagern, die nahezu unbekannt geblieben sind – welche die Geschichtsforschung deshalb als „vergessene Lager“ bezeichnet. Und auch über die kurz vor Kriegsende von dort ausgehenden „Todesmärsche“ wird berichtet.

Wie außerordentlich hoch bei der Naziführung der Stellenwert des Projektes war, belegt die Tatsache, dass das letzte KZ-Außenlager Dormettingen noch zum Jahreswechsel 1944/45 errichtet wurde – zu einem Zeitpunkt als Auschwitz bereits kurz vor der Befreiung stand.

Titel: Die Tragödie von Brettheim
Erschienen: 2002

Zusatzinformationen: € 9,90 (D)
Laufzeit: 123 Seiten

Medium: Buch
Verlag: Siberburg-Verlag, Tübingen
Kennung: ISBN 3-87407-522-2

Autor(en):

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Veröffentlicht am 03.10.2003 | von Michael Boldhaus

Unternehmen Wüste – Hitlers letzte Hoffnung

Das „Unternehmen Wüste“ war Teil des bereits seit 1942 praktizierten Konzepts einer „ökonomisch sinnvollen Verwertung“ von KZ-Häftlingen zur „Vernichtung durch Arbeit“. Das gleichnamige Buch von Klaus Riexinger und Detlef Ernst beleuchtet entsprechend ein weiteres, ebenfalls düsteres Kapitel, das wegen der immer prekärer werdenden Luftlage noch in den letzten Kriegsmonaten in der Nähe von Heilbronn aufgeschlagen worden ist: den Ausbau des Salzbergwerks Kochendorf zur Rüstungsfabrik. Das Buch ruft dabei ins Gedächtnis, wie effektiv nicht erst bei diesem Projekt die Interessen der Machthaber in NS-Staat und Industrie miteinander verschmolzen waren. Als Nutznießer stehen auch heute geläufige Namen wie Volkswagen, Porsche und Ernst Heinkel. Wie sehr man sich an die Beschäftigung von Häftlingen im Alltag deutscher Fabriken gewöhnt hatte, ja, wie erschreckend selbstverständlich dies offenbar noch Jahre später für manchen Unternehmer war, zeigt ein Nebensatz in Heinkels Autobiografie von 1953: „… konnten auch tausende ausländischer Arbeiter, die nicht wie Häftlinge oder Gefangene unter Druck standen, noch einmal Ungeheures leisten …“.

Das Buch zeigt dabei ein weiteres Beispiel für eines der „vergessenen Lager“ auf, dokumentiert detailliert die Geschichte des KZs Kochendorf (Außenkommando des KZ Natzweiler-Struthof) und gewährt darüber hinaus tiefere Einblicke in die Organisation dieser berüchtigten Nebenlager. Es wirkt heutzutage schon bizarr, wenn man erfährt, wie verbissen, völlig abseits der Realitäten die hinter der Front operierenden SS-Lagerverwaltungen bis zuletzt handelten. Mitunter wurde in den geheimen Rüstungsfabriken – im sprichwörtlichen Sinn – geradezu bis zur letzten Minute vor der Ankunft der Amerikaner gearbeitet.

Die Autoren der drei Publikationen haben aber nicht nur die zum jeweiligen Thema gehörenden Fakten zusammengetragen, sondern lassen den Leser auch über das Kriegsende hinaus blicken. So erfährt der Leser, wie die französischen Besatzer versuchten, aus den teuren Produktionsstätten des „Unternehmen(s) Wüste“ Nutzen zu ziehen. Berichtet wird aber auch über die oftmals eher zweifelhafte juristische Aufarbeitung der betreffenden Vorfälle durch die bundesrepublikanische Justiz. In „Die Trägödie von Brettheim“ finden sich dazu einige schon zynisch-grotesk anmutende Stilblüten von wichtigen Zeitgenossen des damaligen politischen Lebens, wie Franz Josef Strauss und auch Hans Filbinger – der Ende der 70er (von der Vergangenheit eingeholt) als „furchtbarer NS-Jurist“ Schlagzeilen machte.

Titel: Unternehmen Wüste – Hitlers letzte Hoffnung
Erschienen: 2002

Zusatzinformationen: € 16,90 (D)
Laufzeit: 222 Seiten

Medium: Buch
Verlag: Siberburg-Verlag, Tübingen
Kennung: ISBN 3-87407-508-7

Autor(en):

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Veröffentlicht am 03.10.2003 | von Michael Boldhaus

Vernichtung durch Arbeit – Rüstung im Bergwerk

Außerdem sind die Autoren selbst auf Spurensuche gegangen, haben Überlebende befragt und deren Eindrücke eingearbeitet. Alle drei Bücher bleiben zwar nüchtern und sachlich, sind aber flüssig lesbar, weil sie nicht akademisch trocken ausschließlich auf Daten und Zahlen fokussieren, sondern darüber hinaus einen Eindruck des vielfältigen menschlichen Leids erzählend vermitteln. Anhand regionaler Fälle vermitteln sie einen Eindruck davon, wie flächendeckend im Dritten Reich Verbrechen gegen die Menschlichkeit verübt wurden.

So berichtet Grandts Buch „Unternehmen Wüste“ auch über Racheakte im so genannten schwarzen (illegalen) KZ Dormettingen nach der Kapitulation – denen die französische Kommandantur erst nach vier Wochen ein Ende bereitete. Die dabei auch an Unschuldigen vorgenommenen grausamen Handlungen von Angehörigen der Siegermächte und ehemaligen, kriminell-sadistisch veranlagten KZ-Häftlingen standen dabei denen der NS-Schergen kaum nach. Dies belegt einmal mehr die allgemeingültige Aussage: Vergleichbares kann und wird immer wieder und überall passieren, wenn die politischen Umstände gewissen Elementen freien Lauf lassen – womit auch die Verbindung zu den drei vorgestellten Filmen hergestellt ist.

Auch wenn das Ende der Naziherrschaft inzwischen immerhin knapp 60 Jahre zurückliegt, es bleibt unverändert wichtig, sich klar zu machen, wozu Verbrecher in der Lage sind, wenn sie staatlich organisiert auftreten. Diese allgemeingültige und dazu zeitlose Erkenntnis macht die drei Publikationen zu mehr als „nur“ weiteren Mosaiksteinen in einer primär für Heimatkundler wertvollen Dokumentation von Greultaten des NS-Regimes: sie sind vielmehr für jeden zeitgeschichtlich Interessierten bedeutend.

Drum gilt der folgende Eintrag im Gästebuch der Brettheimer Erinnerungsstätte ganz besonders „Wer es weiß, darf es nie vergessen. Wer es nicht weiß, muss es erfahren“. Und ebenso der Auszug aus dem 14. Klagepsalm von Gerhard Lempp „ … und nicht nur in Auschwitz, das fern liegt, Dein Auge sei wach, gleich hinter deinem Dorfe findest du die Höllen, Namen sind austauschbar, aber immer schwingt mit: Krieg und Gewinn.“

siehe auch:

Faschismus und Zweiter Weltkrieg im Spiegel ausgewählter Kinofilme, Teil I
Faschismus und Zweiter Weltkrieg im Spiegel ausgewählter Kinofilme, Teil II
Faschismus und Zweiter Weltrkieg im Spiegel ausgewählter Kinofilme, Teil III
Faschismus und Zweiter Weltrkieg im Spiegel ausgewählter Kinofilme, Teil IV

Titel: Vernichtung durch Arbeit – Rüstung im Bergwerk
Erschienen: 2003

Zusatzinformationen: € 14,90 (D)
Laufzeit: 336 Seiten

Medium: Buch
Verlag: Siberburg-Verlag, Tübingen
Kennung: ISBN 3-87407-556-7

Autor(en):

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