CD

Veröffentlicht am 04.12.2002 | von Michael Boldhaus

Die Another Day

Die Another Day Michael Boldhaus
Bewertung

Geheimagent 007 ist wieder in Aktion und dürfte den Lichtspieltheatern volle Häuser bescheren. Den aufgepeppten Score zum temporeichen Film hat David Arnold beigesteuert. Seine geschickt gemachte Klangmixtur besteht aus Orchestralem, das zum Teil unter Einbindung von elektronischen Klängen ergänzt und auch überaus pfiffig verfremdet worden ist. Der Score wirkt so zeitgemäß frisch, arbeitet abwechslungsreich mit Technorhythmen und ebenso mit ausgefeilten Effekten des traditionellen Schlagwerks, wobei in einzelnen Passagen auch der klassische Barry-Sound als liebevolle Reminiszenz durchschimmert. Nett sind die Reminiszenzen an Havannas Musikklubs in „Welcome to Cuba“ und auch einige Chorpassagen in der zweiten Hälfte der CD.

Ein kleiner Schwachpunkt ist, dass Arnold an Madonnas (sehr speziell geratenem) Titelsong keinen Anteil hat. So fehlt seiner Komposition über das klassische James-Bond-Thema hinaus ein für den Film spezifisches neues Thema, um die Musik noch interessanter und vielseitiger zu gestalten. Insofern erscheint der Score Die Another Day • Stirb an einem anderen Tag im Vergleich zu den beiden Arnold-Bond-Vorläufern Tomorrow Never Dies und The World Is Not Enough als etwas schwächer, vermag aber immer noch gut und fetzig zu unterhalten. Auf der CD finden sich rund 47 Minuten Score, der Madonna-Song sowie ein Remix des altbekannten James-Bond-Themas von Paul Oakenfold.

Titel: Die Another Day
Erschienen: 2002

Laufzeit: 55:01 Minuten

Medium: CD
Label: Warner
Kennung: 90362-48348-2

Komponist(en):

Schlagworte:


Sampler

Veröffentlicht am 04.12.2002 | von Michael Boldhaus

Best of James Bond

Best of James Bond Michael Boldhaus
Bewertung

Im Umfeld des neuen James-Bond-Films Stirb an einem anderen Tag ist bei dem ansonsten auf Klassik spezialisierten Label hänssler (www.haenssler-classic.de) ein Kompilationsalbum mit den besonders bekannten James-Bond-Themen erschienen. Das SWR-Rundfunkorchester Kaiserslautern spielt unter dem Dirigenten Dieter Reith, der auch für die Arrangements verantwortlich zeichnet. Die aus Saarbrücken stammende Schlager-Sängerin Ingrid Peters interpretiert die Song-Themen aus The Spy Who Loved Me und Octopussy. Die übrigen 14 Titel erklingen rein instrumental: vom Ausgangspunkt, dem James-Bond-Thema von Monty Norman aus Dr. No (1962) über die wichtigen Titelthemen der 60er, 70er und 80er, bis hin zum letzten Bond Tomorrow Never Dies (1997) spannt sich der Bogen.

Dieter Reith ist – wie im Begleitheft angegeben – Leiter des SWR-Rundfunkorchesters im „Pop-Bereich“. Seine Bearbeitungen der Themen weichen denn auch sehr deutlich von den Originalen ab, sind allesamt einem poppigen Big-Band-Sound verpflichtet. Das hier Präsentierte ist wohl in erster Linie etwas für Hörer, welche die wichtigsten Bond-Melodien allein als poppige Hintergrunduntermalung hören möchten. Wer die Originale gut im Ohr hat, dürfte umso mehr enttäuscht sein. Vom mitunter mitreißenden Pep und auch dem Swing der meisten Themen, bleibt hier doch allzu viel auf der Strecke – etwas, das den wenig überzeugenden Arrangements angelastet werden muss, nicht dem bekannt guten Klangkörper. Dieter Reith besitzt für diese Musiken unüberhörbar kein besonders gutes Händchen. Auch das Beiheft wirkt seltsam distanziert: Es enthält allein Infos zu den Interpreten, aber weder etwas zu 007 noch zu den seine Aktionen begleitenden Musiken.

Im Umfeld der zuhauf existierenden Bond-Kompilationsalben mutet dieses Produkt schon etwas seltsam an.

Titel: Best of James Bond
Erschienen: 2002

Laufzeit: 49:28 Minuten

Medium: Sampler
Label: Hänssler
Kennung: 93 083

Komponist(en):

Schlagworte:


Sampler

Veröffentlicht am 04.12.2002 | von Michael Boldhaus

The James Bond Collection

Auch Silva hat zum neuen Bond-Abenteuer noch mal nachgelegt und seine beiden Bond-Alben aus 1999 und 2000 („Bond: Back in Action“ sowie „Bond: Back in Action 2“) in der nun erhältlichen „The James Bond Collection“ zum CD-Quartett erweitert. Hierfür diente neben einigen wenigen Neueinspielungen der älteste Silva-Bond-Sampler „The Essential James Bond“ als Steinbruch: Die daraus entliehenen Teile sind gegenüber denen aus den beiden o. g. James-Bond-Alben nicht immer in gleicher Art überzeugend, aber dennoch passabel.

Der Käufer erhält insgesamt über 200 Minuten Musik aus sämtlichen 19 filmischen Vorläufern von Stirb an einem anderen Tag. Insgesamt eine gut fließende und dabei auch unterhaltsame Hörkollektion der wichtigsten Themen und der besonders markanten Action-Passagen der jeweiligen Filme. Die vier CDs sind in Platz sparenden Papphüllen einer aufklappbaren Pappbox untergebracht. Ein Booklet mit Infos zu den vertretenen Stücken fiel offenbar dem Rotstift zum Opfer. Allerdings sind auf dem Boxcover Tracklistings und auf den CD-Hüllen knappe Infos zu jedem Film zu finden. Alles in allem bekommt König Kunde eine umfangreiche und klanglich solide Bond-Musiken-Kollektion zu einem angemessenem Preis.

Titel: The James Bond Collection
Erschienen: 2002

Laufzeit: 203:48 Minuten

Medium: Sampler
Label: Silva Primetime
Kennung: TVPMCD 808 [4 CDs]

Komponist(en):

Schlagworte:


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