Sampler

Veröffentlicht am 01.12.1999 | von Michael Boldhaus

The Best of The Twilight Zone, Vol. 1

The Best of The Twilight Zone, Vol. 1 Michael Boldhaus
Bewertung

1999 war auch das vierzigjährige Jubiläum von Rod Serlings mittlerweile legendärer CBS-TV-Serie Twilight Zone • Unheimliche Geschichten. Diese Science-Fiction/Fantasy-Serie lief in fünf Staffeln von 1959–64 und ist aufgrund ihrer pfiffigen Plots in ausgewählten Episoden auch heute noch sehenswert. Mitte der achtziger Jahre versuchte Steven Spielberg, mit seiner Fernsehserie Amazing Stories an den Twilight-Zone-Erfolg anzuknüpfen.

Titel: The Best of The Twilight Zone, Vol. 1
Erschienen: 1990

Laufzeit: 65:14 Minuten

Medium: Sampler
Label: Varèse Sarabande
Kennung: VSD-6054

Komponist(en):

Schlagworte:


Sampler

Veröffentlicht am 01.12.1999 | von Michael Boldhaus

The Best of The Twilight Zone, Vol. 2

The Best of The Twilight Zone, Vol. 2 Michael Boldhaus
Bewertung

In den Twilight-Zone-Folgen musizierten – wie damals fernsehüblich – meist nur sehr kleine Ensembles, in der Regel zwischen 4 und 14 Musikern; außerdem war die zum Komponieren zur Verfügung stehende Zeit auf wenige Tage bemessen. Trotz dieser bescheidenen Bedingungen engagierten sich auch Hollywood-Größen wie Franz Waxman und Bernard Herrmann für diese Aufträge. Das reflektiert zum einen sicher die zunehmende Bedeutung des in Hollywood lange Zeit belächelten „kleinen Bruders Fernsehen“, dürfte aber auch Indiz für den Niedergang der sinfonischen Tradition im Hollywood jener Jahre sein, das derart versierten Komponisten immer weniger interessante Aufträge bot. Speziell für Herrmann war es aber sicher auch eine interessante Rückbesinnung auf seine eigene musikalische Entwicklung, da er schon in den dreißiger Jahren für CBS Hörspielmusiken komponiert hatte. Für die erste Staffel schrieb Herrmann die Musik für sieben Folgen, mehrere Versionen der Main- und End-Title-Musik sowie eine lose Folge von Versatzstücken, die analog der Kinothek-Stücke der Stummfilmkomponisten zum wahlweisen Einsatz in beliebigen Episoden bestimmt waren. Für die zweite Staffel komponierte dann der französische Avantgarde-Komponist Marius Constant das bis zuletzt verwendete klingende Markenzeichen der Serie.

Titel: The Best of The Twilight Zone, Vol. 2
Erschienen: 1990

Laufzeit: 59:06 Minuten

Medium: Sampler
Label: Varèse Sarabande
Kennung: VSD-6077

Komponist(en):

Schlagworte:


Sampler

Veröffentlicht am 01.12.1999 | von Michael Boldhaus

Twilight Zone 40th Anniversary Box

Twilight Zone 40th Anniversary Box Michael Boldhaus
Bewertung

Musik auf Tonträger erschien zum ersten Mal 1983–85 auf insgesamt fünf Varèse-LPs, in Originalaufnahmen aus dem CBS-Archiv: Die jetzt aktuell bei Silva erschienene Jubiläums-4-CD-Box enthält das vollständige Programm der Varèse-Platten. Zusätzlich gibt’s Herrmanns oben erwähnte Versatzstücke in der „Outer Space Suite“, und dazu ist erstmalig vom selben Komponisten die Musik zur Episode The Hitchhiker enthalten. Hier handelt es sich allerdings um eine wiederverwendete Hörspielmusik aus den dreißiger Jahren und diese wird daher nicht zu seinen regulären Twilight-Zone-Musiken gezählt. Herrmann und Goldsmith ist jeweils eine CD gewidmet. Die beiden übrigen CDs des Sets bringen ausgezeichnete Beiträge von Nathan van Cleave, Fred Steiner, Jeff Alexander, Nathan Scott, Leonard Rosenman und auch Franz Waxman. Besonders die Beiträge des 1910 geborenen Nathan van Cleave sind erwähnenswert: Van Cleave war ehemaliger Arrangeur für Paul Whitemans New Yorker Band, später versierter Fernsehkomponist und auch für Hollywood tätig. Von ihm gibt es sehr ausgefeilte und besonders geschickte Orchestrierungskunst zu hören, dazu interessante frühe Experimente im Kombinieren elektronischer Klänge (Novachord, Theremin) mit denen natürlicher Instrumente. Die Komposition zur Folge „I Sing the Body Electric“ war außerdem der einzige in Stereo produzierte Musikbeitrag der Serie überhaupt. Die Jazz-Tracks (von Goldsmith und Garriguenc auf den CDs 2 und 3) wurden nicht für eine spezielle Folge der Serie komponiert, dienten aber als Versatzstücke zum Unterlegen verschiedener Folgen. Im Vergleich zu den erfahrenen alten Hasen mögen die Beiträge des Newcomers Goldsmith hier und da noch etwas unbeholfen klingen, aber sie zeigen doch schon die meisten Markenzeichen seines später auch in Hollywood erfolgreichen Kompositionsstils. Für Goldsmith waren es schließlich die ersten Kompositionsversuche überhaupt und die immerhin so erfolgreich, dass Alfred Newman ihn zur Vertonung von Lonely are the Brave • Einsam sind die Tapferen (1962) an Universal empfahl. Die vierte CD bietet Interessantes von Leonard Rosenman und Waxmans „The Sixteen-Millimeter Shrine“. Letztere Episode, mit einer Billy Wilders berühmtem Film Sunset Boulevard • Boulevard der Dämmerung (1950) nicht ganz unähnlichen Handlung, knüpft auch stilistisch hörbar an Teile der Sunset-Boulevard-Musik an.

Die Restauration der alten Originale ist hervorragend gelungen: Diese klingen jetzt besonders im Vergleich mit den Varèse-LPs erheblich präsenter, dynamischer und unverschleiert. Etwas schwach ist allerdings das Booklet ausgefallen: Die Texte sind zwar nicht schlecht, aber doch erheblich knapper als die der Plattencover; die Szenenfotos aus einzelnen Episoden sind dazu erheblich matschiger und wirken damit „billiger“ als die seinerzeit auf den LP-Covers abgedruckten. Da hätte Silva besser auf die Zugabe des „vergänglicheren“ Millenniumkalenders (eines Faltblattes) verzichten und etwas mehr in Gestaltung und Umfang der Textbeilage investieren sollen. Die Tracklistings für die erste CD sind zudem fehlerhaft, aber in dem unten aufgeführtem Listing korrigiert.

Titel: Twilight Zone 40th Anniversary Box
Erschienen: 1999

Zusatzinformationen: 4-CD-Set
Laufzeit: 291:00 Minuten

Medium: Sampler
Label: Silva
Kennung: STD 2000

Komponist(en):

Schlagworte:


Sampler

Veröffentlicht am 01.12.1999 | von Michael Boldhaus

Bernard Herrmann: The Twilight Zone Scores

Bernard Herrmann: The Twilight Zone Scores Michael Boldhaus
Bewertung

Varèses Jubiläumsbeitrag ist die Neueinspielung sämtlicher Herrmann-Twilight-Zone-Kompositionen auf zwei CDs unter Joel McNeely. Die erst vor einem knappen Vierteljahr entstandenen Aufnahmen sind akustisch den Originalen trotz aller Restaurationsbemühungen weit überlegen und lassen erstmals jedes klangliche Detail dieser faszinierenden Musikbeiträge hörbar werden. Alle noch so kleinen Effekte der schlanken, aber ausgeklügelten Instrumentierung sind voll präsent und ermöglichen es, die Kompositionen aus einer ganz neuen akustischen Perspektive zu beurteilen. Auch das Booklet ist sehr informativ und gibt detaillierte Einblicke in die Hintergründe: Daher ein Muss für jeden Herrmann-Fan, aber auch eine interessante Ergänzung zur Silva-Box.

Für Twilight-Zone-Fans führt an der Silva Box kein Weg vorbei, sie sollten sich aber auch Varèses Neueinspielung der Herrmann-Scores keinesfalls entgehen lassen. Darüber hinaus sind diese Musiken auch für diejenigen interessant, die einmal entdecken wollen, wie raffiniert und sorgfältig abseits der großen Hollywood-Produktionen komponiert wurde. Wem die Silva-Edition zu umfangreich und sämtliche Herrmann-Scores zu einseitig sind, für den können die schon 1990 veröffentlichten und noch erhältlichen beiden Varèse-CDs eine willkommene Alternative darstellen, da diese einen recht gelungenen Querschnitt durch das gesamte Programm bieten.

Titel: Bernard Herrmann: The Twilight Zone Scores
Erschienen: 1999

Zusatzinformationen: 2CD
Laufzeit: 106:35 Minuten

Medium: Sampler
Label: Varèse Sarabande
Kennung: VSD-6064

Komponist(en):

Schlagworte:


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