Elf

Geschrieben von:
Michael Boldhaus
Veröffentlicht am:
9. Dezember 2003
Abgelegt unter:
CD

Score

(3.5/6)

Zum am 10.12.2003 in den deutschen Kinos startenden Film Elf • Buddy — Der Weihnachtself hat John Debney die Musik geschrieben. Alles in allem handelt es sich um einen solide gemachten Weihnachtsscore, der zwar keinerlei Überraschungen, aber doch ein recht abwechslungsreiches, nicht uncharmantes Hörerlebnis bietet.

Debney ist mit dem Gebrauch traditioneller Weihnachtslieder zurückhaltend, lässt nur vereinzelt knappe Zitate von „Jingle Bells“ anklingen und präsentiert noch ein gelungen swingendes Medley mit Big-Band-Arrangements diverser Weihnachtssongs. Ansonsten zieht er alle Register eines traditionellen Weihnachtsscores. Natürlich gibt’s einen kräftigen Schuss von Tschaikowskys „Nussknacker“-Ballett und da es sich um eine Komödie handelt, kommt noch eine gehörige Portion Mickey Mousing obendrauf. Debneys Score enthält ein ansprechendes Hauptthema, das in recht vielseitig variierter Form den Score zusammenhält. Stilistisch kann man von einer Mixtur aus Williams’ Home Alone und Silvestris Mouse Hunt, abgeschmeckt mit einer Prise von Elfmans Batman, sprechen. Einige leicht bluesige Einwürfe und natürlich die o. g. swingenden Weihnachtslieder stehen für das moderne New York.

Das Resultat ist (wie meist bei Debney) handwerklich tadellos und auch entsprechend unterhaltsam geraten. Es wirkt dieses Mal weniger unmittelbar und stark an Temp Tracks orientiert und wird durch das hier ungewöhnliche Akkordeon um eine klangfarbliche Nuance bereichert.

Nicht sprechen kann man bei Debneys Elf allerdings von besonders ausgeprägtem Pfiff oder gar markant eigenständigem Stil — wie beim obigen Broughton-Score. Es handelt sich aber durchaus um ein sehr solides Filmsouvenir. Der Käufer erhält ein sehr gefälliges und recht abwechslungsreiches Höralbum. Und das entspricht ja oft genau dem Gewünschten.

Komponist*in:
Debney, John

Erschienen:
2003
Gesamtspielzeit:
30:08 Minuten
Sampler:
Varèse Sarabande
Kennung:
VSD-6525

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