CD

Veröffentlicht am 16.10.2000 | von Michael Boldhaus

What lies Beneath

What lies Beneath Michael Boldhaus
Bewertung

What Lies Benath • Schatten der Wahrheit wurde am 28.09.2000 in den deutschen Kinos gestartet. Über dem Thriller mit Harrison Ford und Michelle Pfeiffer „… schwebt der Schatten Alfred Hitchcocks“, so schrieb zumindest die US-Zeitung „Variety“. Den Film habe ich mir bislang nicht angesehen, kann aber bestätigen, dass dieses Urteil zumindest auf die Musik zutrifft. Alan Silvestri knüpft hier besonders an Bernard Herrmanns Klangstrukturen an, die dieser für Hitchcocks Thriller Psycho (1960) komponiert hat. Entstanden ist eine düstere, überwiegend rein atmosphärische Komposition, die ihren Zweck im Film durchaus erfüllen dürfte. Auf der CD vergeht etwas über die Hälfte der knappen Laufzeit von rund 30 Minuten – mit vom Bild gelöst – relativ eintönig wirkenden Musik-Tracks. Erst in den drei letzten Stücken kommt „Drive“ ins musikalische Geschehen. Ob es sich allerdings lohnt, für passables Material von nur rund 13 Minuten – wobei einmal angehört hier im Prinzip reicht – die CD anzuschaffen, muss jeder für sich entscheiden. In jedem Fall belegt Alan Silvestris erster Ausflug ins Thriller-Genre ein weiteres Mal die zunehmende Vielseitigkeit und auch das größere Geschick des aus dem Pop-Bereich stammenden Komponisten im Umgang mit einem Sinfonie-Orchester. Ein guter Freund bezeichnete dies treffend als „Lernhandwerk“.

Titel: What lies Beneath
Erschienen: 2000

Laufzeit: 30:20 Minuten

Medium: CD
Label: Varèse
Kennung: VSD-6172

Komponist(en):

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CD

Veröffentlicht am 16.10.2000 | von Michael Boldhaus

Mouse Hunt

Mouse Hunt Michael Boldhaus
Bewertung

Mouse Hunt • Mäuse Jagd ist bereits 1997 (ebenfalls) von Alan Silvestri vertont worden. Auch bei dieser weitgehend in guten klassischen Cartoon-Standards schwelgenden breitorchestralen Musik kann man dem Komponisten die Anerkennung nicht versagen. Silvestri hat diese Komödie mit einem sehr pfiffigen Musikmix ausgestattet, welcher der aktuellen Musik des Komponisten-Duos John Powell und Harry Gregson-Williams zu Chicken Run • Hennen Rennen nicht unähnlich ist. Auch hier gibt’s orchestralen Bombast, aber auch Walzer und Anklänge an Unterhaltungsmusikformen sowie eine deftige Prise schwarzen Humors in der Beerdigungsszene des Beginns, wo weihevolle Orgelklänge das Orchester ergänzen. Die CD bietet zwar nur knappe Spielzeit, aber das recht spritzige musikalische Programm dieser guten halben Stunde Musik spiegelt das Wichtige aus der Filmmusik, und das rechtfertigt eine Anschaffung.

Titel: Mouse Hunt
Erschienen: 1997

Laufzeit: 30:07 Minuten

Medium: CD
Label: Varèse
Kennung: VSD-5892

Komponist(en):

Schlagworte:


CD

Veröffentlicht am 16.10.2000 | von Michael Boldhaus

Running Free

Running Free Michael Boldhaus
Bewertung

Zu Running Free komponierte Nicola Piovani eine ordentlich gemachte, aber auch nicht aufregende Musik. Piovani, der für seine Komposition zu Das Leben ist schön einen Oscar bekam, ist hier stilistisch Ennio Morricone sehr nah. Für die in Namibia spielende Handlung gibt es ein wenig afrikanisches Klangkolorit – und das schöne Hauptthema geht gut ins Ohr – und überhaupt kann man der Musik eine Reihe ansprechender Passagen nicht absprechen. Allerdings reicht dies bei weitem nicht aus, die respektable Spielzeit von fast einer Stunde gelungen auszufüllen. Nach insgesamt etwa 20 Minuten Laufzeit hat die Musik ihr Pulver verschossen und ergeht sich in monotonen thematischen Wiederholungen. Überhaupt lässt die orchestrale Arbeit Piovanis und der klar hörbare Mangel an Einfällen im Umgang mit dem musikalischen Material zu wünschen übrig. Das ist schon etwas schade, denn auch dieser Titel ist ein Beweis mehr dafür, dass Varèse sich durchaus bemüht, Alben mit nicht zu kurzer Spielzeit auf den Markt zu bringen. Dieser Fall zeigt aber eben auch (einmal mehr), dass Masse in Form von Lauflänge nicht immer mit Klasse gleichgesetzt werden kann und darf.

Titel: Running Free
Erschienen: 2000

Laufzeit: 39:12 Minuten

Medium: CD
Label: Varèse
Kennung: VSD-6152

Komponist(en):

Schlagworte:


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