Ostern 2004

Geschrieben von:
Marko Ikonić
Veröffentlicht am:
30. März 2004
Abgelegt unter:
Special

Das hat bereits Tradition: An den Osterfeiertagen (9. bis 12. April) bietet Cinemusic.de seinen Usern wie auch zu Pfingsten und Weihnachten ein besonders umfangreiches Artikelprogramm. Zahlreiche CD-Rezensionen zu aktuellen und älteren Titeln, Buchbesprechungen und Specials sowie ein ausführlicher Konzertbericht aus Dortmund sind dieses Jahr im Angebot. Sie umspannen Ernstes und Heiteres, Klassisches und Modernes, Nostalgisches und Trendiges — es sollte also wieder für beinahe jeden Geschmack etwas Passendes dabei sein. Wir, das Cinemusic.de-Team, laden Sie in jedem Falle herzlich ein, die täglichen Updates am verlängerten Wochenende mitzuverfolgen und nach Lust und Laune zu schmökern. Damit sind aber nicht nur die „Stubenhocker“ angesprochen: Mit unserer Druckfunktion A4-tauglich ausgedruckt oder, technisch fortgeschrittener, mit Laptop und kabellosem Internet — es spricht nichts dagegen, beides, das (hoffentlich) prächtige Frühlingswetter und die reich gedeckte Cinemusic-Ostertafel, zu genießen.

Karfreitag, 09.04.
Am Karfreitag erwarten Sie drei Artikel von Michael Boldhaus: Die Vertonungen der Danna-Brüder Jeff und Mychael für den Jesus-Film The Gospel of John und das Drama The Guys, in dem es um in der Katastrophe des 11. September verunglückte Feuerwehrmänner geht, bilden einen ersten Schwerpunkt. In seinem Buch „Die Scheinwerferin“ versucht der Historiker und Journalist Lutz Kinkel, seinerseits Licht in das Dunkel des komplizierten Verhältnisses der deutschen Ausnahmefilmemacherin Leni Riefenstahl (1902-2003) zum „Dritten Reich“ zu bringen. Zu guter Letzt noch ein Bericht vom hervorragenden Filmmusik-Konzert „Westfalian Pops — Von Babelsberg bis Hollywood“, das am 24.3. unter der Leitung des filmmusikbegeisterten Dirigenten Scott Lawton in Dortmund über die Bühne ging.

Karsamstag, 10.04.
Der Karsamstag steht unter anderem im Zeichen der noch immer unterschätzten Golden-Age-Größe Hugo Friedhofer. In Teil 2 seines vierteilig angelegten Friedhofer-Specials widmet sich Marko Ikonić überaus eingehend dem Oscar-prämierten Score zu The Best Years of Our Lives (1946). Die 2003 erschienene „Disney’s Magical Music Collection“ versammelt auf 4 CDs laut Werbetext „die 72 schönsten Disney-Songs aller Zeiten“ — Michael Boldhaus stellt die hochformatige Box mit dickem Begleitheft vor. Außerdem präsentiert er neues Altes vom beliebten britischen Light-Sinfoniker Ron Goodwin: Die editorisch (wie gewohnt) edle FSM-Doppel-CD mit den Filmmusiken zu Where Eagles Dare (1968) und Operation Crossbow (1964), deren Veröffentlichung der im Januar vorigen Jahres verstorbene Komponist leider nicht mehr erlebt hat.

Ostersonntag, 11.04.
„Für immer Immenhof“ nennt sich eine neue Kompilations-CD aus dem Hause Bear Family, die wir am Ostersonntag vorstellen (Rezensent: Michael Boldhaus). Sie setzt der äußerst beliebten Immenhof-Filmtrilogie — mit sehr schöner Musik von Hans-Martin Majewski und Norbert Schulze — ein liebevoll ausgestattetes, nostalgisch-charmantes Denkmal. Übrigens: Zwei Exemplare der CD werden wir im Rahmen eines Oster-Gewinnspiels verlosen! Mark Twains Klassiker „Huckleberry Finn“ als Buch und Filmmusik-CD ist Gegenstand zweier weiterer Rezensions-Artikel von Michael Boldhaus: Die im letzten Herbst erschienene, üppig aufgemachte und annotierte Buchausgabe des Europa Verlages und Jerome Moross’ spritziger Americana-Score für die 1960er Verfilmung, der 2003 als FSM-CD veröffentlicht wurde.

Ostermontag, 12.04.
Den Ausklang des Spezialprogramms bestreiten am Ostermontag 1 Buch und 4 CD-Veröffentlichungen, besprochen von Michael Boldhaus und Marko Ikonić. Ein Aspekt der Matrix-Trilogie, der sie vielen besonders interessant und faszinierend erscheinen ließ, ist der hohe philosophisch-politisch-religiöse Anspruch. Doch was hat es damit wirklich auf sich? Der Filmbuchautor Georg Seeßlen macht den Titel seines Buches „Die Matrix entschlüsselt“ zum Programm, wobei er aber keinen definitiven „Schlüssel“ anbietet, sondern gekonnt in die Vielzahl der Interpretationsmöglichkeiten des „Matrix“-Phänomens einführt. Auf zwei Artikel verteilt, werden schließlich die außerordentlich prachtvoll editierten SAE/BYU-CDs zu Max Steiners Dodge City/The Oklahoma Kid und Alfred Newmans Captain from Castile und The Black Swan sowie die kürzlich erschienene FSM-Edition des 1952er The Prisoner of Zenda (ebenfalls Newman) gewürdigt.

Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie, werte/r Leser/in, unsere Bemühungen mit einer Spende honorieren würden (im Sinne der Richtlinien in unserem Spendenaufruf und/oder durch den Beitritt zum Cinemusic-Forum).

Das gesamte Cinemusic-Team wünscht allen Lesern ein frohes Osterfest!

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