Ivan the Terrible

Geschrieben von:
Cinemusic.de - Team
Veröffentlicht am:
10. Juni 2001
Abgelegt unter:
CD

Score

(5.5/6)

Iwan der Schreckliche

Wer sich eingehender mit Filmmusik beschäftigt, dem begegnet in der einschlägigen Literatur immer wieder eines der berühmten Lehr-Beispiele für das Kombinieren von Film und Musik: Sergej Eisensteins Film Alexander Newsky (1938) mit der Musik von Sergej Prokofieff. Auf künstlerisch gleich hohem Niveau angesiedelt ist auch das Resultat der Zusammenarbeit des berühmten Duos beim zweiteiligen Film Ivan Grosny • Iwan der Schreckliche (1944-46): Film und Musik bilden ein Gesamtkunstwerk der beiden großen russischen Künstler, die optimal zusammengearbeitet haben – ein nicht allzu häufiger Glücksfall in der Kino-Geschichte.

Die Musiken zu Alexander Newsky und Iwan der Schreckliche stehen sich – angelehnt an Glinka und Mussorgsky – in ihrem epischen Chorgesang und dem volkstümlichen Tenor sehr nahe. Die breite Ausdruckspalette dieser Musik reicht vom Episch-Kraftvollen über breite lyrische Themen, subtil ausgefeilte psychologisierend gestaltete musikalische Porträts und volkstümlich Liedhaftes bis hin zu grotesken Elementen: grob-martialische Gesänge für die Soldaten, üppige Chöre für religiöse Zeremonien, aber auch innig-intime Soli in Form von Hochzeit- und Wiegenlied, dazu Fanfaren und Tänze für Szenen am Hofe, dramatisch auskomponierte Monologe und einiges mehr. Zwar ist Prokofieffs Musik zu Iwan der Schreckliche gegenüber der zu Alexander Newsky keine Novität, aber eine konsequente Weiterentwicklung, welche die Musik noch stärker zur Oper rückt. Besondere Reize haben die „russischen Chöre“ und auch das in den Werken russischer Komponisten meist spürbare „barbarische Element“, das sich in einer gewissen Wildheit im Ausdruck äußert. Die stark leitmotivisch geprägte Musik zu Iwan der Schreckliche präsentiert sich als archaische, markante und zugleich faszinierende Ton-Schöpfung.

Seit den späten 70er Jahren ist die Oratoriums-Fassung dieser Prokofieff-Film-Musik – eingerichtet von Abram Stasewitsch, dem Dirigenten der Film-Einspielung – dank der Bemühungen Riccardo Mutis bei EMI auf Tonträger erhältlich. Zwar hat diese Interpretation (1989 erstmalig auch auf CD erschienen und 1999 in attraktiver Kopplung erneut aufgelegt) mittlerweile Konkurrenz bekommen: Für mich ist Mutis Version jedoch die mitreißendere auf dem Markt geblieben. In dieser Fassung leidet der musikalische Fluss allerdings etwas unter dem eingefügten Erzähler, der das Pathetische der Musik unnötig unterstreicht. Trotzdem ist das Oratorium eine reizvolle Hör-Erfahrung.

1991 erschien das von Christopher Palmer eingerichtete „Concert Scenario“ unter Neeme Järvi auf CHANDOS. Es handelt sich um eine vom Erzähler befreite und gegenüber dem Oratorium in Teilen leicht ergänzte Version – dazu später mehr.

Die Neueinspielung (auf NIMBUS) des Tschaikowsky Sinfonie Orchesters unter Vladimir Fedoseyev nimmt für sich in Anspruch, die erste vollständige Einspielung der Original-Filmmusik zu sein. Laut Booklet sind die in den 90er Jahren mehrfach unternommenen Versuche gescheitert, das Oratorium mit dem Film zu synchronisieren. Somit erwies sich die im Jahr 1962 im Vorwort zur Veröffentlichung des Oratoriums aufgestellte Behauptung als unrichtig, Stasewitsch habe am Manuskript Prokofieffs keinerlei grundlegende Eingriffe vorgenommen, sondern nur im Interesse größtmöglichen musikalischen Kontrastes die Reihenfolge der Stücke teilweise verändert und einzelne ursprünglich unabhängige Teile miteinander kombiniert. Nun, diese Ungenauigkeit im Detail bleibt verzeihlich, es überwiegt klar das Verdienst Stasewitschs, ohne dessen Bemühungen die wertvolle Musik vermutlich in Vergessenheit geraten wäre. (Immerhin war es Prokofieff ja nicht mehr vergönnt, selbst eine – vermutlich der Alexander-Newski-Kantate vergleichbare – Fassung der Musik für den Konzertsaal zu erstellen.)

Der Dirigent Vladimir Fedoseyev ist für seine Einspielung daher auf das in zwei Moskauer Archiven aufbewahrte Original-Manuskript-Material zurückgegangen. Erstmals vollständig eingespielt worden sind jetzt die Chöre aus der russisch-othodoxen Liturgie, die Regisseur und Komponist für den Film ausgewählt hatten. Obwohl es sich hierbei nicht um für den Film komponierte traditionelle Originale handelt, macht dies Sinn. Nicht allein, dass erst hierdurch die Gesamt-Ästhetik des Werkes vollständig wiederhergestellt wird, die religiösen Chöre erzeugen – auch ohne unmittelbare Kenntnis des Films – starke Wirkung.

So eindrucksvoll die Neueinspielung wirkt, so fällt doch eine Merkwürdigkeit spontan auf: Die Musik zum zweiten Film-Teil (auf der zweiten CD) zeichnet sich nicht allein durch überraschende Kürze (weniger als 30 Minuten), sondern auch dadurch aus, dass eine Vorspann-Musik fehlt! Ein guter Freund hat auf meine Bitte zuerst einige markante Musik-Stellen des zweiten Film-Teils mit Video-Aufzeichnungen aus seinem Privat-Archiv verglichen. Hierbei zeigten sich weitere Abweichungen zwischen der Musik der Filmfassung und der Neueinspielung. Daraufhin wurde die ursprünglich für einen deutlich früheren Termin vorgesehene Rezension der Neueinspielung verschoben, um zuvor eingehendere Vergleiche mit der Musik zu den beiden Film-Teilen vornehmen zu können. Die daraus resultierenden Erkenntnisse machten es sinnvoll, sowohl das Oratorium als auch das Concert Scenario mit in die Betrachtung einzubeziehen.

Einschränkend muss angemerkt werden, dass wir nur die deutsche Synchron-Fassung der beiden Film-Teile zugrunde legen konnten. Zwar müssen Abweichungen zum russischen Original nicht vorhanden sein, ausgeschlossen werden kann derartiges nicht mit letzter Sicherheit. (Immerhin gibt es Fälle, wo z.B. Hollywood-Filme in der deutschen Synchronfassung eine deutlich andere Musikdramaturgie aufweisen als das US-Original.)

Zuerst jedoch ein paar Anmerkungen zum Film Ivan Grosny • Iwan der Schreckliche, den Regisseur Sergej Eisenstein in den Jahren 1944-46 realisiert hat. Die Entstehungsgeschichte des Films reflektiert das Dilemma der äußerst repressiven stalinistischen Ära. Ursprünglich war die Geschichte Iwans als Trilogie geplant. Für den ersten Teil – der den dynamischen, aber rücksichtslosen Aufstieg zum „großen“ Herrscher Rußlands zeigt – wurde sein Schöpfer mit dem Stalin-Preis ausgezeichnet. Der zweite Teil hingegen, der verstärkt die Wandlung Iwans zum „Schrecklichen“ thematisiert, passte offenbar nicht in das offizielle Geschichtsbild. Der Film wurde vom Zentralkomitee der Partei verdammt, Regisseur Eisenstein zur Selbstkritik gezwungen und der Film eingehend überarbeitet. Die Realisierung des geplanten dritten Teils wurde durch Krankheit und den frühen Tod Eisensteins im Februar 1948 zunichte gemacht. Der zweite Teil des heutzutage berühmten Film-Werkes wurde sogar erst 1958 – in der Tauwetter-Phase der Chruschtschow-Ära – zur öffentlichen Vorführung freigegeben…

Beide Film-Teile habe ich bereits in der zweiten Hälfte der 60er Jahre erstmals gesehen. Die betont unrealistische Inszenierung und die häufig stummfilmhaft überzogen wirkende Gestik der handelnden Figuren irritierten mich geraume Zeit. Bereits bei einer erneuten Begegnung mit dem Film vor einigen Jahren, speziell jedoch im Rahmen der Studien zur Beurteilung der Neueinspielung der Film-Musik, habe ich das Packende an diesem berühmten Filmwerk Eisensteins entdeckt.

Iwan der Schreckliche ist keine realistische Verfilmung des Lebens der Titelfigur, sondern erzählt eine in Teilen stark geschönte und vereinfachte Biografie Iwans und ist außerdem in der filmischen Umsetzung stark stilisiert. Die Inszenierung ist (bewusst) in vielem theatermäßig, mit Tendenz zum Opernhaften gehalten, wobei mit den Stil-Mitteln des deutschen Stummfilm-Expressionismus gearbeitet (und gekonnt übersteigert) wird – insbesondere mit ungewöhnlichen, mitunter verzerrten Perspektiven und ausgeprägten, zum Teil grotesken Licht und Schattenwirkungen. Hat man dieses erst einmal akzeptiert, vermag der eigenwillige Film durchaus zu beeindrucken, ja zu faszinieren.

Wo liegen nun aber die wesentlichen Unterschiede zwischen den drei zur Zeit zur Auswahl stehenden Versionen der Filmmusik zu Iwan der Schreckliche und die Abweichungen gegenüber der Film-Fassung?

Die Handlung des ersten Film-Teils setzt nach der Vorspannmusik direkt mit der Krönung des 16-jährigen Iwan zum Zaren ein. Auf der Neueinspielung beginnt diese erst mit Track 8. Die Musik der Tracks 2 bis 7 stammt aus dem zweiten Teil des Films: dort erklingt sie im Rahmen einer Rückblende (ziemlich zu Beginn), bei der Iwan Ereignisse seiner Kindheit und frühen Jugend Revue passieren lässt.

Allerdings wird nur etwa die Hälfte dieses Musikmaterials im Verlauf dieser Rückblende genutzt: einige Stücke wie „Marsch des jungen Iwan“ kommen dazu im Film überhaupt nicht vor. „Das Lied des Meeres“ ist eine Art Wiegenlied für den Knaben Iwan, das im Film nur instrumental erklingt, dafür im Oratorium und auch im Concert-Scenario gesungen wird.

Warum der „Tod der Glinskaya“ zweimal geboten wird, ist auf den ersten Blick schleierhaft. Die zweite Version dieses Stückes erklingt im Film zur Hinrichtung der Bojaren. Die Musik auf der CD geht anschließend in eine Chor-Passage über, die im Film wiederum nicht zu hören ist. Weder die Chöre im Musik-Komplex um „Anastasias Krankheit und Tod“ (CD-1, Tracks 33 – 35) noch „Der Eid der Opritschniki“ (Track 37) sind im ersten Teil des Films vertreten – letzterer ist überhaupt erst im Finale des zweiten Film-Teils zu hören.

Möglicherweise ist diese Musik aus Material rekrutiert worden, das Prokofieff zwar für den Film komponierte, das später aber doch entfallen musste. Derartige „Out-Takes“ dienten wohl auch Stasewitsch für das Oratorium, hier besonders in den Teilen mit obligatem Erzähler. Darüber hinaus ist bekannt, dass Prokoffjeff Musikteile auch als eine Art „Menü“ komponierte, dessen Teile anschließend am Schneidetisch beliebig im Film verwendet werden konnten.

Zurück zur Neueinspielung: Dass die Vorspann-Musik zum zweiten Teil des Films fehlt, wurde bereits erwähnt. Die Musik zur Ermordung Vladimirs, des Neffen Iwans, in der Kathedrale (CD-1, Track 15) ist gegenüber der Filmfassung stark gekürzt. Der finale Chor der Opritschniki (der Geheimpolizei des Zaren) erklingt zwar, allerdings deutlich verändert: nämlich ohne die naturalistischen Peitschenhiebe und auch ohne die harten Schläge auf die große Trommel.

Im Oratorium sind einige der liturgischen Original-Chöre ebenfalls vertreten, z.B. in der Krönungs-Szene. Dafür fehlt die Musik zum Szenen-Komplex am polnischen Hof (in der Neueinspielung direkt zu Beginn der zweiten CD) und auch die zur Ermordung von Iwans Neffen Vladimir in der Kathedrale – der angetrunken in Iwans Gewänder gekleidet als vermeintlicher Zar erscheint.

Das Concert-Scenario kann man (wohl weitgehend stimmig) als ausschließlich mit der von Sergej Prokofieff komponierten Musik bestückt ansehen. Bis auf die (auch im Oratorium) fehlende Musik zum „Mysterienspiel in der Kathedrale (Liturgical Drama)“ kann man es als „substanziell vollständig“ ansehen. Es enthält zwar keinen der liturgischen Original-Chöre, ist dafür aber sowohl mit der Musik zu den Szenen am polnischen Hof als auch mit der zur Ermordung Vladimirs (in der Kathedrale) angereichert. Die Mordszene ist hier musikalisch nicht nur deutlich länger als in der Neueinspielung, sondern auch mit der Film-Version annähernd identisch.

Das Concert-Scenario lehnt sich weitgehend an das Oratorium an. Sowohl Oratorium als auch Concert-Scenario nehmen sich im musikalischen Ablauf gegenüber der Erzählstruktur des Films große Freiheiten heraus. Auch erfüllt das Concert-Scenario den im Booklet erhobenen Anspruch nur annähernd, die Musik exakt filmchronologisch angeordnet zu haben – was insbesondere für die Musik der Kazan-Sequenz gilt. Die Gestaltung der Chor-Passagen weicht mitunter deutlich von der im Film ab: So erklingen im Film zur „Belagerung Kazans“ (stimmig mit der Militär-Szenerie) reine Männer-Chöre, während in beiden konzertanten Fassungen gemischte Chöre eingesetzt werden. (Hier ist die Neueinspielung korrekt und spielt einen kleinen Trumpf aus.) Ebenso sind die Musiken zweier weiblicher Figuren (Eufrosinia und Anastasia) im Concert-Scenario stärker als in der Film-Version miteinander verzahnt und zu einem Komplex zusammengefasst worden.

In der Neueinspielung sind die Trackbezeichnungen recht unglücklich und teilweise auch verwirrend. Auch irritierende Doppelnennungen wie beim „Tod der Glinskaya“ (siehe oben) kommen mehrfach vor. Es ist daher nicht immer leicht, die Musik der entsprechenden Film-Szene zuzuordnen. So ist die Musik zu der der Ermordung Vladimirs in der Kathedrale vorausgehenden Szene – hier lässt Iwan seinen angetrunkenen Neffen in die Zarengewänder kleiden – irreführenderweise als „Song of the Opritschniky, Thema instrumental“ bezeichnet. Nicht nur in diesem Stück fällt auf, dass die gewählten Tempi (dies gilt allerdings auch für die beiden anderen Versionen) häufig stark von denen der Film-Version abweichen. Die Musik zur zuletzt beschriebenen Szene leidet darunter besonders: Das bewusst „Mickeymousinghafte“ in den Klangfiguren des Saxophons, welches das leichte Torkeln Vladimirs unterstreichen soll (und damit der Bildbezug), geht hier klar verloren!

Das Chor-Stück „My Soul“ (Track 12 auf CD-2 der Neueinspielung) kommt im Film ebenfalls nicht vor. Auf CD-1 ist es teilweise auch in den Tracks 26, 28 („Iwans Krankheit“) vertreten. Im zweiten Teil werden außerdem einige markante Themen häufig wiederholt: So das zur Eröffnung jeder der vorliegenden Fassungen gespielte Thema für „Iwans Herrschafts“ sowie die den Bojaren und Opritschniki zugeordneten Themen. Dies ist wohl mit Hilfe des oben genannten „Menüs“ realisiert worden und erklärt auch weitgehend die Kürze des auf der zweiten CD eingespielten Musik-Programms.

Wir empfinden es doch als etwas überraschend, dass die Neueinspielung nicht derart realisiert worden ist, dass durch Wahl der Original-Film-Tempi und exakte musikalische Chronologie eine integrale Fassung vorliegt, die man direkt an den Film anlegen könnte. (Etwas vergleichbares gibt es ja bereits zu Alexander Newski.) Zusätzliche – im Film nicht verwendete – Musik hätte in einem Anhang untergebracht werden können. Letztlich handelt es sich daher auch hier eher um eine Art „neues“ Concert-Scenario, dessen musikalische Struktur allerdings (zwar nicht völlig konsequent, aber doch weitgehend) der Filmfassung entspricht.

Abschließend noch zwei Anmerkungen für die Freunde der klassischen Musik und der Film-Musik James Horners. Der Choral, der zu Beginn der berühmten „Ouvertüre Solenelle 1812“ von Peter Tschaikowsky als Bittgesang erklingt, findet sich verwoben im „Eid der Opritschniki“ (Neueinspielung Track 37) wieder.

Und das „Tartarensteppen-Thema“ hat James Horner in seiner Komposition zu Glory mehr als nur inspiriert. Im Oratorium erklingt es zweimal: zuerst (wie auch im Film) während der „Kazan-Sequenz“ und anschließend nochmals (wie auch im Concert-Scenario) in „Iwans Krankheit“; in der Neueinspielung findet es sich in Track 19.

Aufnahmetechnisch hat die Neueinspielung die allerbesten Karten. An klanglicher Präsenz, Durchsichtigkeit und Dynamik gibt es nichts zu beanstanden. Oratorium und Concert-Scenario belegen in dieser Beziehung die (soliden) „zweiten Plätze“: Bei beiden Fassungen klingen insbesondere die Chöre etwas weit entfernt. Die Chor-Passagen werden in den beiden westlichen Aufnahmen (Oratorium und Concert-Scenario) zwar ambitioniert und auch dynamisch dargeboten, aber russische Musik klingt mit sehr guten russischen Vokalisten einfach immer noch eine Klasse überzeugender: so auch hier.

Fazit: Drei Fassungen von Sergej Prokofieffs meisterhafter Musik zu Sergej Eisensteins berühmtem Film Iwan der Schreckliche dokumentieren interessant eine Art rückwärts gewandten „Evolutionsprozess“: von primär auf Wirkung im Konzertsaal konzipierten Musikfassungen zurück in Richtung der originalen Film-Version.

Das Oratorium ist, als die zuerst greifbare Fassung der Musik, allein schon historisch von Interesse – und dazu auf CD auch eine preiswerte Einsteiger-Version. Das Concert-Scenario steht dem Oratorium recht nahe, wobei es die reine Prokofieff-Film-Musik (ohne Erzähler) wirkungsvoll zusammenfasst und weitgehend vollständig präsentiert. Die Neu-Einspielung beeindruckt insbesondere durch die hinzugenommenen liturgischen Original-Chöre, wird jedoch dem Anspruch, der originalen Film-Musik zu entsprechen, nicht ganz gerecht. Neben einer Reihe von Abweichungen gegenüber der Film-Version, leidet diese unter den meist nicht filmhaft realisierten Tempi.

Alle drei Versionen haben neben einer Reihe von Schwächen – allein deswegen erreicht keine Fassung 6 Sterne – auch Stärken: Sie sind ihr Geld wert und auch nebeneinander interessant. Die preislich besonders günstige Muti-EMI-Version ist in Form des 1999er Reissue als Doppel-CD (durch die attraktive Ergänzung mit der Alexander-Newsky-Kantate) das geradezu ideale Einsteiger-Album.

Komponist*in:
Prokofjew, Sergej

Erschienen:
2000
Gesamtspielzeit:
CD-1 73:05 Minuten, CD-2: 26:30 Minuten
Sampler:
Nimbus
Kennung:
NI 5662/3

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