Bloch: Macbeth

Ernest Bloch: Macbeth
Geschrieben von:
Michael Boldhaus
Veröffentlicht am:
25. September 2004
Abgelegt unter:
Klassik

Noch während seiner Zeit als Verkäufer im Genfer Uhrengeschäft des Vaters, mit 23, begann der junge Bloch die Arbeit an seiner Oper „Macbeth“. Der Misserfolg bei der Pariser Uraufführung im Jahr 1910 beruhte auf antisemitischer Stimmungsmache im Frankreich nach der Dreyfus-Affäre. Wie auch in anderen Fällen behinderte der Fehlschlag für lange Zeit weitere Aufführungen. Der vorliegende Mitschnitt des Dortmunder Opernhauses vom Dezember 1998 belegt dies: immerhin handelte es sich dabei um die deutsche Uraufführung. Mancher mag dieser gut klingenden Live-Aufnahme zwar einige Schwächen im Detail attestieren, ein wertvolles Dokument eines zudem überfälligen musikalischen Ereignisses ist sie in jedem Fall. Blochs Vertonung des Shakespeare-Stoffs zeigt sich nämlich als hochinteressantes Pendant zu Verdis gleichnamiger Oper. Der Hörer bekommt eine von Wagner, Debussy und Mussorgsky beeinflusste, geschickt und reichhaltig gestaltete lyrisch-dramatische Musik zu hören, die nicht nur in der Wahnsinnsszene der Lady Macbeth beeindruckt.

© aller Logos und Abbildungen bei den Rechteinhabern (All pictures, trademarks and logos are protected.)

Komponist*in:
Bloch, Ernest

Erschienen:
2001
Gesamtspielzeit:
138:34 Minuten
Sampler:
Capriccio
Kennung:
10889/90
Zusatzinformationen:
Dortmunder Oper, A. Rumpf

Weitere interessante Beiträge:

fear dot com

fear dot com

Viktor Ullmann: Symphonien Nos. 1 & 2 – 6 Lieder – Don Quixote tanzt Fandango

Viktor Ullmann: Symphonien Nos. 1 & 2 – 6 Lieder – Don Quixote tanzt Fandango

Iwan der Schreckliche

Iwan der Schreckliche

Jeepers Creepers 2

Jeepers Creepers 2