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Veröffentlicht am 21.05.2020 | von Oliver Mönter

Peter Thomas (1925 – 2020)

Am 17. Mai ist der deutsche Film- und TV-Komponist Peter Thomas im Alter von 94 Jahren verstorben.

Thomas prägte mit seinen poppig-jazzigen Sounds über Jahrzehnte das populäre deutsche Nachkriegskino und zählte neben Martin Böttcher zu den erfolgreichsten einheimischen Komponisten seiner Generation.

Nach seiner Arbeit als Musiker in Berlin und seinem Studium am Mohr’schen Konservatorium wirkte Thomas zunächst als Arrangeur, bevor er Anfang der 1960er Jahre erste TV-Produktionen betreute. Regisseur Will Tremper verschaffte ihm mit Flucht nach Berlin (1961) sein erstes Engagement für die große Leinwand.

Darauf ging es Schlag auf Schlag: Neben weiteren Tremper-Filmen vertonte Thomas 1961 mit Die seltsame Gräfin erstmals einen Film der erfolgreichen Edgar-Wallace-Reihe. Auch für weitere beliebte Produktionen des deutschen Populärkinos wie die Jerry-Cotton-Reihe mit George Nader, Karl-May-Adaptionen a la Winnetou und sein Freund Old Firehand (1964), der oscar-nominierten Däniken-Dokumentation Erinnerungen an die Zukunft (1970) und der Simmel-Verfilmung Der Stoff aus dem die Träume sind (1972) war Thomas tätig.

Zu seinen bekanntesten TV-Arbeiten zählen neben seiner Musik zu der SF-Serie Raumpatrouille (1966) auch Beiträge für die Durbridge-Verfilmung Melissa (1964) und den Krimi-Dauerbrennern Der Kommissar (1969 – 74), Derrick (1974 – 77) und Der Alte (ab 1977). Daneben war Thomas auch mit Alben instrumentaler Popmusik erfolgreich.

Thomas beendete Ende der 1990er Jahre seine aktive Karriere, seine Kompositionen aus den 60er und 70er Jahren erfuhren jedoch in den vergangenen Jahren ein Revival, nicht zuletzt dank prominenter Fürsprecher wie Jarvis Cocker oder Mike Patton.

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