CD

Veröffentlicht am 26.05.2002 | von Michael Boldhaus

The Mothman Prophecies

The Mothman Prophecies Michael Boldhaus
Bewertung

Mark Pellingtons Science-Fiction-Mystery-Thriller The Mothman Prophecies • Tödliche Visionen läuft seit dem 25. April 2002 in den deutschen Kinos. Colosseum hat zum Film eine Doppel-CD zum Preis von einer herausgebracht. Auf CD 1 gibt’s insgesamt 10 Songs von „King Black Acid“, „Low“ und „Glen Branca“. In Teilen sind auch hier die Keyboarder Tom Hajdu und Andy Milburn von „Tomandandy“ mit am Werke, die den auf CD 2 vertretenen Score komponiert und produziert haben.

Was hier insgesamt geboten wird, ist eine Mischung aus hypnotisch-ätherischen Synthie-Sounds, verfremdeten Gitarrenklängen und rockigen Rhythmen. In den mitunter metallisch wirkenden, aber nicht generell unmelodischen Sound-Designs haben auch gelegentliche pointierende Klavier- und Streicherpassagen ihren Raum. Insgesamt sicher nichts Großes, sondern eher etwas, das stimmungsvoll unterhaltsam ist, für die, welche eine klingende Erinnerung zum Film suchen und/oder die gern stark synthetisch orientierte Filmscores mögen.

Titel: The Mothman Prophecies
Erschienen: 2002

Laufzeit: CD 1 - 45:31 Min., CD 2 - 59:26 Minuten

Medium: CD
Label: Colosseum
Kennung: CST 8087-2

Komponist(en):

Schlagworte:


CD

Veröffentlicht am 26.05.2002 | von Michael Boldhaus

Panic Room

Panic Room Michael Boldhaus
Bewertung

Der Psycho-Thriller Panic Room startete am 18. April 2002 in den deutschen Kinos. Meg Altman (Jodie Foster) will sich mit ihrer Tochter Sarah (Kristen Stewart) vor Einbrechern in einem Geheimzimmer verbergen und gerät gerade dadurch vom Regen in die Traufe. Regisseur David Fincher, der auch Seven und Fight Club inszenierte, sorgt in der nervenaufreibenden Story für einige Hochspannung. Musikalisch zeichnet dafür Howard Shore verantwortlich, der wieder einmal eine kompromisslos – abseits von Mainstream und Kommerz – gestaltete Filmmusik geschaffen hat.

Düster, bohrend und stark bassbetont ist das Klangbild. Shore setzt hauptsächlich auf tiefe Streich- und Blasinstrumente, und vermeidet z.B. konsequent strahlende Trompeten. Als Bindeglied zu den mit natürlichen Instrumenten erzeugten Klängen werden auch synthetische Sounds gelungen genutzt. Was hier geboten wird, unterscheidet sich merklich von mehr oder weniger standardisierter, häufig primär synthetisch organisierter Thriller-Dutzend-Ware. Es ist vielmehr zweifellos durchdacht, lässt ein ausgefeiltes Kompositions- und Klangkonzept und damit Raffinesse erkennen.

Das Resultat zählt allerdings kaum zu den auch ohne die zugehörigen Filmbilder besonders interessanten Shore-Hör-Alben, wie z.B. zu The Cell oder zu The Score. Was in Einheit mit dem Film sicherlich sehr überzeugt, dabei wohl primär hinter dem Bild agiert und funktioniert, wirkt allein von CD gehört jedoch schnell monoton und ermüdend – und ist, insbesondere aus dem Nebenraum herüberschallend, perfekt geeignet einen ungeliebten Nachbarn zur Weißglut zu bringen. Insofern eine Filmmusik, die keinesfalls „schlecht“ geraten ist, sich aber überwiegend an Fans sperriger Thriller-Scores wie Silence of the Lambs und Seven wendet. Ein Probehören ist daher dringend angeraten.

Titel: Panic Room
Erschienen: 2002

Laufzeit: 30:09 Minuten

Medium: CD
Label: Varèse
Kennung: VSD 6346

Komponist(en):

Schlagworte:


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Veröffentlicht am 26.05.2002 | von Michael Boldhaus

The Salton Sea

The Salton Sea Michael Boldhaus
Bewertung

Zum Noir-Thriller mit Val Kilmer The Salton Sea schuf Thomas Newman die musikalische Begleitung. Der nur bedingt wirklich musikalische, mitunter stark zur Klang-Collage tendierende Mix, enthält hier entsprechend der Story – Kilmer verkörpert einen Jazzmusiker – eingearbeitete Jazz- und Rockelemente. Wobei neben der Jazz-Trompete insbesondere die E-Gitarre in den Sound-Designs eine wichtige Rolle spielt.

Es gilt das schon zu In the Bedroom Geschriebene: mehr Klangflächen und -räume und weniger Musik im eigentlichen Sinn; Stille, Minimalismen und Klangcollagen wechseln einander ab. Auch hier präsentiert sich eine Komposition, die ein nur wenig greifbares Hörerlebnis bietet. Die Komposition wirkt deutlich stärker fragmentarisch (und teilweise sehr geräuschartig) als die oben vorgestellte zu Panic Room von Howard Shore. Etwas das ohne Bildbezug nur für wenige Hörer überhaupt Sinn machen dürfte. Ein Probehören ist daher für Nicht-Thomas-Newman-Fans dringend zu empfehlen.

Titel: The Salton Sea
Erschienen: 2002

Laufzeit: 47:33 Minuten

Medium: CD
Label: Varèse
Kennung: VSD 6351

Komponist(en):

Schlagworte:


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