CD

Veröffentlicht am 25.02.2002 | von Michael Boldhaus

A Beautiful Mind

A Beautiful Mind Michael Boldhaus
Bewertung

James Horner strikes again! Sein Musikbeitrag zu A Beautiful Mind ist allerdings weder aufregend noch neuartig geraten. Minimalistische Einsprengsel des Pianos umrahmen ein schönes Thema, das von einer Vokalise getragen wird – diese Musik erinnert an Bicentennial Man. Allzu viel geschieht im Verlauf der CD aber dann mit dem Thema nicht mehr, sondern nur das sattsam Gewohnte. Sicher ist dies keine grundsätzlich schlechte Musik, aber doch ein sehr routiniert ausgeführter, sich ausschließlich auf ausgetretenen bekannten Pfaden bewegender ruhiger, melancholisch-sentimentaler Score, in dem Klavier, Streicher und gelegentliche Chorpassagen einander abwechseln.

Zwar kann man A Beautiful Mind einige Hörqualitäten nicht absprechen, als permanentes Déjà-vu-Erlebnis bleibt für den Horner-Kenner aber doch ein etwas fader Nachgeschmack – auch das vom Komponisten offenbar sehr geschätzte Thema des Adagios aus Aram Khatschaturians Ballett „Gayaneh“ hat wieder einmal einen Auftritt. Beim Bewerten zeigen sich damit ähnliche Probleme, wie bei Enemy at the Gates. Wem Einfallsreichtum und Innovation weniger wichtig sind, wer einfach gerne einen neuen Horner für seine Kollektion haben möchte, der kann recht unbesorgt zugreifen. Einfach zum Nebenbeihören ist die hornertypisch sehr lange CD – in Gänze genossen – zwar etwas ermüdend, aber schon eine passable, jedoch nicht nachhaltig beeindruckende Hörangelegenheit.

Titel: A Beautiful Mind
Erschienen: 2002

Laufzeit: 71:07 Minuten

Medium: CD
Label: Universal Decca
Kennung: 016 191-2

Komponist(en):

Schlagworte:


CD

Veröffentlicht am 25.02.2002 | von Michael Boldhaus

Hearts in Atlantis

Hearts in Atlantis Michael Boldhaus
Bewertung

Mychael Dannas Musik-Anteil an der CD beträgt zwar nur knapp 17 Minuten, ist aber, nach entsprechendem Programmieren an einem Stück gehört, eine wirklich schöne Sache: ein sehr subtiler, sanfter und überhaupt warm-verinnerlichter Score zwischen Minimalismus und Klangmalerei. Im Gegensatz zu seinen Beiträgen zu The Ice Storm oder auch zu [url id=1518]Bounce[/url], die durch die verwendeten ethnischen Elemente mit einer exotischen Aura verhaftet sind, ist Hearts in Atlantis etwas konventioneller, aber keinesfalls schlechter. Danna verzichtet dieses Mal völlig auf Ethnisches, setzt dafür jedoch in seinem von Streichern, Holz, Klavier und Harfe bestimmten, ein wenig entrückt klingenden Score gekonnt und delikat die Glasharfe ein.

Im übrigen präsentiert die CD eine Reihe gut anhörbare Rock- und Pop-Stücke, die für die in den 60er Jahren spielende Filmhandlung als Zeitkolorit bedeutsam sind – die Souvenir-Qualität des CD-Albums wird dadurch vielleicht sogar erhöht. Zwar könnte man beim Bewerten die große Menge an Source-Musik neben dem knappen Score-Anteil negativ ins Feld führen: ich möchte jedoch Mychael Dannas gelungene Filmmusik an dieser Stelle etwas hervorheben.

Titel: Hearts in Atlantis
Erschienen: 2002

Laufzeit: 38:05 Minuten

Medium: CD
Label: Universal Decca
Kennung: 016 035-2

Komponist(en):

Schlagworte:


Nach oben ↑

Pin It on Pinterest