CD

Veröffentlicht am 03.12.2001 | von Michael Boldhaus

The Pledge

The Pledge Michael Boldhaus
Bewertung

In Regisseur Sean Penns Thriller The Pledge geht es um einen Kommissar, der anhand einer gezielten Täter-Opfer-Analyse über Jahre – bis hin zur Besessenheit – einem psychopatischen Kindermörder eine Falle stellt, dem in einer bestimmten Gegend immer wieder kleine Mädchen sehr ähnlichen Aussehens zum Opfer gefallen sind. Die düstere Film-Story verarbeitet (ein wenig im Stil von Seven) Friedrich Dürrenmatts Roman „Das Versprechen“, der bereits – in deutlich veränderter Fassung (mit Happy-End) – in dem bekannten Film mit Heinz-Rühmann Es geschah am hellichten Tag von 1958 verarbeitet worden ist.

Das Komponisten-Duo Hans Zimmer und Klaus Badelt hat eine sehr ruhige, solide gearbeitete musikalische Begleitung geschaffen, die eher unauffällig daherkommt und hinter dem Bild agiert. Als sinfonisch kann man das Gebotene nicht bezeichnen, vielmehr kommen neben Synthesizer ein kleines Ensemble (aus Violinen, Cello, Klavier und verschiedenen Gitarren), vokalisierende Frauen-Stimme und Rhythmusinstrumente zum Einsatz. Alles in allem ist die Musik zu The Pledge ein stark mit synthetischen Sounds durchsetzter, relativ statischer, partiell auch ein wenig übersinnlich wirkender Klangteppich, der vereinzelt irisch anmutende Klang-Elemente enthält. Was im Zusammenwirken mit dem Film atmosphärisch wohl gut funktioniert, wirkt als Höralbum in Gänze gehört jedoch ein wenig monoton und spröde – nur kurzzeitig hellen stärker melodisch orientierte Passagen die düstere Grundstimmung etwas auf. Ob es zu mehr als einem ordentlichen Film-Souvenir langt, ist primär Geschmacksache: probehören ist angeraten.

Titel: The Pledge
Erschienen: 2001

Laufzeit: 40:20 Minuten

Medium: CD
Label: Milan
Kennung: 74321 89822 2

Komponist(en):

Schlagworte:


CD

Veröffentlicht am 03.12.2001 | von Michael Boldhaus

The Last Castle

The Last Castle Michael Boldhaus
Bewertung

Regisseur Rod Luries The Last Castle • Die letzte Festung läuft seit dem 29. November 2001 in den deutschen Kinos. Der Jerry Goldsmith-Score zu dem – in einem US-Army-Gefängnis spielenden – Film bietet keine Überraschungen. Der Altmeister hat hier zweifellos souverän und solide, jedoch sehr routiniert und wenig inspiriert gearbeitet. Neben orchestralen setzt Goldsmith auch synthetische Klänge ein. Mich stören die programmierten Synthie-Rhythmen, aber das ist Geschmacksache. Vergleichbar mit Executive Decision • Einsame Entscheidung besteht die monothematische Musik im Wesentlichen aus linear komponierten Spannungsmusiken mit einem (relativ dezenten) Schuss heroischem Pathos. Für viele Freunde von Goldsmiths epischen Filmmusiken dürfte die Komposition insbesondere abseits des Films kein besonders packendes Hör-Album sein. Dem schlichten Thema fehlt es dazu an Durchschlagskraft und der Musik überhaupt an klanglicher Raffinesse, vergleichbar beispielsweise mit Air Force One. Unglücklicherweise reduzieren dazu noch zwei recht deplatziert wirkende Songs den reinen Score-Anteil auf bescheidene rund 33 Minuten.

Blindkauf ist hier wohl eher etwas für Goldsmith-Enthusiasten, für alle anderen gilt: besser erst einmal probehören.

Titel: The Last Castle
Erschienen: 2001

Laufzeit: 43:07 Minuten

Medium: CD
Label: Decca
Kennung: 016 0193-2

Komponist(en):

Schlagworte:


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