CD

Veröffentlicht am 05.06.2000 | von Michael Boldhaus

Dogma

Dogma Michael Boldhaus
Bewertung

Dogma, von Regisseur Kevin Smith startete bereits am 20. April 2000 im Kino. Der Film ist eine rabenschwarze (um nicht zu schreiben „durchgeknallte“) Story um zwei gefallene Engel, Loki (Matt Damon) und Bartleby (Ben Affleck), die durch einen Trick versuchen, zurück in himmlische Gefilde zu gelangen, obwohl sie dabei das Ende der Welt heraufbeschwören würden. Natürlich ruft dies sowohl satanische als auch himmlische Schergen auf den Plan…

Ich habe nichts gegen respektlose Seitenhiebe auf die Kirche im Allgemeinen und die katholische Zunft im Besonderen, aber diesen Film kann ich trotz einiger origineller Momente weder als – wie im Presseheft angeführt – „königlich unterhaltsam“ noch als „Glaubensbekenntnis im Stil eines modernen Wizard of Oz“ bezeichnen, sondern ausschließlich als absolut schräg. Hier wird gemeuchelt, gehauen und gestochen, dass es nur so spritzt! Derartiges finde ich nicht unbedingt „aufregend, provokant“, geschweige denn „erfrischend komisch“. Nun ja, sicher Geschmacksache… Die musikalische Untermalung von Howard Shore hingegen kann sich in jedem Fall auch ohne den Film behaupten. Grosses Orchester, Stabglocken, Chor und Orgel sowie erfreulich zurückhaltend eingesetzte Elektronik bestreiten das Programm. Die Musik pendelt gekonnt zwischen Diabolisch-Unheimlichen – ein Hauch von Goldsmiths Omen-Musiken ist spürbar –, und sakralen und grotesken Klängen. Der (wohl unvermeidbare) Song „Still“ von Alanis Morissette gefällt mir weniger, aber auch hier gilt das schon oben zum Film Gesagte. Bei den insgesamt rund 35 Minuten Score dürfte es sich praktisch um die komplette im Film verwendete Musik handeln – zumindest ist mir von dem betreffenden Kinoerlebnis mehr nicht in Erinnerung.

Titel: Dogma
Erschienen: 2000

Laufzeit: 41:38 Minuten

Medium: CD
Label: WEA
Kennung: 9362-47597-2

Komponist(en):

Schlagworte:


CD

Veröffentlicht am 05.06.2000 | von Michael Boldhaus

28 Days

28 Days Michael Boldhaus
Bewertung

28 Days • 28 Tage erlebte den deutschen Kinostart am 4. Mai 2000. Der Film mit Sandra Bullock als New Yorker Partygirl, das wegen Trunkenheit am Steuer für 28 Tage in eine Entziehungsanstalt muss, ist eine Komödie mit dramatischen Untertönen. Die Varèse-CD zum Film ist eine Kompilation aus Songs (z. B. „Lean on Me“ von Tom Jones) und einer ziemlich farb- und belanglosen, überwiegend synthiemäßigen Musikuntermalung von Richard Gibbs und damit wohl eher ein reines Souvenir für diejenigen, denen der Film besonders gefiel.

Titel: 28 Days
Erschienen: 2000

Laufzeit: 36:21 Minuten

Medium: CD
Label: Varèse
Kennung: VSD-6151

Komponist(en):

Schlagworte:


CD

Veröffentlicht am 05.06.2000 | von Michael Boldhaus

Superman

Superman Michael Boldhaus
Bewertung

Adventures of Superman ist eine (zumindest in den USA) legendäre TV-Serie der frühen Fünfziger mit George Reeves in der Titelrolle– im Nimbus vergleichbar mit der Serie Twilight Zone • Unheimliche Schattenlichter. Für die einzelnen Episoden wurden noch nicht, wie im Fall von Twilight Zone (ab der zweiten Staffel), einzelne Folgen mit speziell komponierten Scores vertont, sondern eine Sammlung von Archivmusikstücken verwendet. Diese Praxis erinnert an Stummfilmtage und die berühmte „Kinothek-Sammlung“ eines legendären Komponisten dieser Ära, Guiseppe Becce. Für die erste Staffel der Twilight-Zone-Serie komponierte Bernard Herrmann ebenfalls eine Sammlung vielfältig einsetzbarer Stücke, nämlich die in der Silva-Box enthaltene „Outer Space Suite“. Die weitgehend aus der Feder von Herschel Gordon Gilbert stammende, Archivmusik war aus speziell neuarrangierten und neueingespielten Stücken gewonnen worden, die ursprünglich für weitgehend kuriose C-Movies bestimmt war. Die vorliegende rund 72-minütige Varèse-Kompilation, aus den nach langwierigen Recherchen lokalisierten Musikmastern zusammengestellt, dürfte hierzulande zwar weitgehend ein Kuriosum bleiben, verdient aber zweifellos Anerkennung. Die in sauberem Mono präsentierten Stücke sind zum überwiegenden Teil überraschend atmosphärisch und teilweise für eine Fernsehmusik auch ungewöhnlich groß angelegt worden. Somit ist das Album zum einen etwas für Superman-Fernseh-Nostalgiker, zum anderen aber auch für jene, die nach Erwerb der Twilight-Zone-Alben neugierig geworden sind.

Titel: Superman
Erschienen: 2000

Laufzeit: 72:14 Minuten

Medium: CD
Label: Varèse
Kennung: VSD-6093

Komponist(en):

Schlagworte:


CD

Veröffentlicht am 05.06.2000 | von Michael Boldhaus

Hanging Up

Hanging Up Michael Boldhaus
Bewertung

Die Musik zu Hanging Up • Aufgelegt ein Film mit Walter Matthau (Kinostart 18. Mai 2000) komponierte der australische Komponist David Hirschfelder. Hirschfelder, der speziell aus dem Bereich des Modern-Jazz stammt, dürfte Filmmusik-Interessierten besonders durch seine handwerklich beachtlichen Beiträge zu Shine (1996) und besonders für den Kostümfilm Elizabeth (1998) bekannt sein. Für Hanging Up komponierte er recht nette, weniger dramatische Klänge, die weitgehend von einem Sinfonieorchester erzeugt werden. Das recht einfach gestrickte Hauptthema wird nicht gerade aufregend verarbeitet. Im Track „Conference Hall“ und in „Georgias Arrival“ sind wohlklingende barocke Klangelemente des Klaviers zu hören. Auch die Kombination von Harfe und Klavier in „Memory Lane“ ist angenehm. Etwas kurios sind die eingestreuten Filmgeräuschfetzen in Track 2. Daneben gibt es einige zum Teil sehr nostalgische Songs wie das von Judy Garland gesungene Weihnachtslied aus dem berühmten Musical Meet me in St. Louis • Heimweh nach St. Louis (1945). Der Scoreanteil der CD beträgt nur knapp 30 Minuten. Insgesamt erreicht das Album knapp die Marke des guten Durchschnitts von 3 Sternen.

Titel: Hanging Up
Erschienen: 2000

Laufzeit: 44:44 Minuten

Medium: CD
Label: Varèse
Kennung: VSD-6120

Komponist(en):

Schlagworte:


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