CD

Veröffentlicht am 10.11.2000 | von Michael Boldhaus

Battlefield Earth

Battlefield Earth Michael Boldhaus
Bewertung

Mit dem Film, der in den Staaten offenbar übel floppte, scheint sich Star und Scientologe John Travolta ziemlich blamiert zu haben. Die renommierte Zeitschrift „Variety“ hat den Film jedenfalls als „Vergnügen für Idioten“ abgekanzelt. Ron Hubbard, Chef der berüchtigten Scientology Sekte, ist übrigens der Autor der Filmstory…

Über Varèses-CD zu Battlefield Earth (Spieldauer knapp 60 Minuten) lässt sich ebenfalls nur wenig Positives berichten: teilweise martialische und auch poppige Rhythmen, langweilig Synthetisches, flaues Chorgesäusel kombiniert mit wenig orchestralem Geschick und kaum überzeugenden melodischen Einfällen. Die zum überwiegenden Teil äußerst monotonen Perkussions-Passagen mögen im Film wirksam sein, vom Bild gelöst wirken sie nur extrem ermüdend. Der tschechische Komponist Elia Cmiral hat sich offenbar bei Alan Silvestri, David Arnold und Don Davis angelehnt, kann mit den Vorbildern aber allein in der Lautstärke mithalten. Don Davis machte seine Sache z. B. in Matrix erheblich raffinierter und auch überzeugender. Battlefield Earth ist eine entbehrliche und insgesamt eher langweilige CD-Veröffentlichung zu einem überflüssigen Film.

Titel: Battlefield Earth
Erschienen: 2000

Laufzeit: 48:54 Minuten

Medium: CD
Label: Varèse
Kennung: VSD-6144

Komponist(en):

Schlagworte:


CD

Veröffentlicht am 10.11.2000 | von Michael Boldhaus

Shanghigh Noon

Shanghigh Noon Michael Boldhaus
Bewertung

Jackie Chan schlägt wieder zu und entdeckt seit dem Kinostart am 19. Oktober 2000 in Shang-High Noon den Wilden Westen. Es gilt eine entführte chinesische Prinzessin aus einem Lager chinesischer Eisenbahnarbeiter bei Carson City zu retten. In der gewohnten Mischung aus Slapstick und Martial Arts geht Bruce-Lee-Nachfolger Jackie Chan an die Sache heran.

Randy Edelman hat zum Thema „Eastern meets Western“ eine passable Musikuntermalung beigesteuert. Er arbeitet auch dieses Mal mit einer Mischung aus orchestralen und synthetischen Klangelementen. In seiner Musik ist recht nett westernhaftes verarbeitet à la Ennio Morricone und Elmer Bernstein mit einer Prise Jerry Goldsmith, das Ganze garniert mit Maultrommel, Saloon-Pianola sowie Mundharmonika und abgeschmeckt mit dezent asiatisch Klingendem. Vereinzelt blitzt auch mal ein recht netter Einfall aus der ansonsten eher durchschnittlichen Klangschöpfung hervor. Insgesamt ist die Musik zwar sicherlich kein Muss; wer jedoch Edelman mag, der dürfte an der CD durchaus seine Freude haben.

Titel: Shanghigh Noon
Erschienen: 2000

Laufzeit: 57:28 Minuten

Medium: CD
Label: Varèse
Kennung: VSD-6154

Komponist(en):

Schlagworte:


CD

Veröffentlicht am 10.11.2000 | von Michael Boldhaus

Hamlet

Hamlet Michael Boldhaus
Bewertung

Die von Regisseur Michael Almereyda im modernen New York angesiedelte Adaptation der klassischen Sheakespeare-Tragödie, Hamlet, wird am 23.11.2000 in Deutschland anlaufen. Carter Burwells Musik ist äußerst ruhig und dezent angelegt. Der sparsam besetzte Klangkörper beschränkt sich im Wesentlichen auf Streicher und Holzbläser, dazu gibt es Soli von Gitarre und Celesta (einmal). Die sehr atmosphärische Musik ist sicher ordentlich gearbeitet und mag auch im Film ihre Wirkung entfalten, allein von der CD gehört, wirkt die dunkle und sehr ruhig gehaltene Klangschöpfung aber doch etwas monoton und langatmig. Nun, wer sich für Burwells Musik besonders interessiert, bekommt mit immerhin rund 40 Minuten Spieldauer einen passablen Gegenwert für sein Geld.

Titel: Hamlet
Erschienen: 2000

Laufzeit: 39:12 Minuten

Medium: CD
Label: Varèse
Kennung: VSD-6125

Komponist(en):

Schlagworte:


CD

Veröffentlicht am 10.11.2000 | von Michael Boldhaus

Urban Legends – Final Cut

Urban Legends – Final Cut Michael Boldhaus
Bewertung

Es darf wieder gescreamt werden: John Ottman wandelte bei dem Projekt ein wenig auf den Spuren von John Carpenter und fungierte zugleich als Regisseur und Komponist. Voraussichtlich ab 28.12.2000 wird Urban Legends – Final Cut • Düstere Legenden 2 auch in den deutschen Kinos gezeigt werden. Der Film dürfte, nach den einhellig schlechten US-Kritiken zu urteilen, wohl nur für hartgesottene Slasher-Fans sehenswert sein.

Im Gegensatz zu Carpenters rein synthetischen Lösungen ist John Ottmans Filmmusik für Urban Legends – Final Cut voll orchestral. Der Komponist hat sich hörbar bei Marco Beltramis Kompositionen zur Scream-Trilogie angelehnt. Ähnlich wie in Scream 3 gibt es hier ein romantisches, wenn auch banales Klavierthema „Amy’s Theme“ als Leitmotiv, das den wechselnden Stimmungen recht geschickt angepasst wird. Insgesamt ist das Gebotene zwar keinesfalls ungewöhnlich, eher bewährt und genreüblich, aber handwerklich ist die Musik sehr solide und sauber gearbeitet – zweifellos hat der Komponist hier einigen Arbeitsaufwand investiert.

Von den knapp 74 Minuten Spielzeit entfallen etwa 7 ½ Minuten auf zwei Songs von Damon Intrabartolo („Over it“ und „Wrong“) sowie auf eine etwa zweiminütige, leicht veränderte Version von Charles Gounods „Trauermarsch für eine Marionette“. Wer also noch eine solide und handwerklich saubere orchestrale Horror-Film-Musik für seine Sammlung braucht, der dürfte mit der auch sehr gut bestückten Varèse-CD (Score-Anteil rund 64 Minuten) zufrieden sein. Überhaupt dokumentiert diese CD einmal mehr das Bemühen des Varèse-Labels um Veröffentlichungen mit langer Spielzeit.

Titel: Urban Legends – Final Cut
Erschienen: 2000

Laufzeit: 73:22 Minuten

Medium: CD
Label: Varèse
Kennung: VSD-6179

Komponist(en):

Schlagworte:


Nach oben ↑

Pin It on Pinterest