Sampler

Veröffentlicht am 19.10.1999 | von Michael Boldhaus

Back to the Future Trilogy

Back to the Future Trilogy Michael Boldhaus
Bewertung

Back to the Future Trilogy/Batman Trilogy/Alien Trilogy

Drei mal drei macht auch hier neun: in Form dreier musikalischer Querschnitte bekannter Film-Trilogien. Für die echten Fans dürften derartige CDs bestenfalls eine Ergänzung sein; hier sind vielmehr die Filmmusiksammler angesprochen (dazu zähle ich mich ebenfalls), die in derartigen Fällen eher einen ordentlich gemachten musikalischen überblick in die Sammlung integrieren möchten.

Wie im Booklet beschrieben ist Alan Silvestri im Prinzip ein reiner Popmusiker, der mit seinen Kompositionen zu den Back to the Future-Filmen vollständig orchestrales Neuland betrat. Die Musik zum ersten Film ist ihm hier mit Abstand am besten gelungen. Besonders das kraftvolle, an John Williams erinnernde Hauptthema und auch weite Teile der sehr auf orchestralen Bombast, Rhythmus und Schnelligkeit getrimmten Komposition wirken im besten Sinne „unterhaltend“; inwieweit dies hier allerdings nicht unwesentlich auf die geschickte Arbeit der Orchestratoren zurückzuführen ist, ist eine Frage die ich hier zwar stellen, aber leider nicht beantworten kann. Die Musiken zu beiden Sequels bieten dagegen kaum Interessantes, besonders die Musik zu Teil drei ist recht schwach. Etwas ärgerlich ist, dass Varèse die Auszüge aus Back to the Future, Part III nur vom Varèse-eigenen Original-Film-Album genommen hat. Diese Tatsache macht das Album nicht gerade überzeugender, im Gegenteil; hier präsentiert sich nach der Titanic-Suite schon der zweite Fall von „Recycling“ nach dem unglückseligen Silva-Vorbild: dem Vorlegen immer „neuer“ Sampler aus überwiegend bereits anderweitig veröffentlichtem Material.

Besonders bei diesem Trilogie-Album ist die Auswahl der eingespielten Teile außerdem nicht ganz glücklich. Von der Musik zum ersten Film werden etwas über zwanzig, vom zweiten und dritten Teil jeweils knapp fünfzehn Minuten geboten. Die Auswahl zu Teil zwei und drei erachtete ich noch als akzeptabel, bei Teil eins hingegen fehlen leider einige recht interessante Stücke. Der als Bonus ausgewiesene, rund vierminütige „Universal-City-Ride“-Track ist eine kuriose aber nette Zugabe. John Debney und seine Mannen (siehe oben) interpretieren die Musik zwar ordentlich, aber insgesamt etwas kraftlos. Trotz „nur“ Platz drei auf der Liste bleibt ein solides befriedigend. Die Aufnahmetechnik hat bei allen drei Alben sehr gut gearbeitet.

Titel: Back to the Future Trilogy
Erschienen: 1999

Laufzeit: 53:09 Minuten

Medium: Sampler
Label: Varèse Sarabande
Kennung: VSD-5950

Komponist(en):

Schlagworte:


Sampler

Veröffentlicht am 19.10.1999 | von Michael Boldhaus

Batman Trilogy

Batman Trilogy Michael Boldhaus
Bewertung

Von Danny Elfmans zwei Batman-Musiken bietet die zum ersten Film noch nicht das Meiste. Die hier vorgelegte Suite aus Batman gibt in ihrer Auswahl allerdings die dunkle, an teilweise skurrilen Einfällen reiche Musik recht gut wieder. Speziell das markante Hauptthema wirkt überzeugend und dürfte zu den besten Einfällen der Komposition gehören; und wo es mal nicht ganz reicht, wird mit viel Perkussionseffekten der Mangel an Einfall mit Wucht getarnt. Die Musik zu Batman Returns ist sowohl thematisch als auch durch Chöre und Orgel ein Stück reichhaltiger. Auch hier ist die Kurzfassung nicht übel geraten. Elliot Goldenthals Musik zum dritten Batman-Film Batman Forever ist deutlich besser gelungen als Danny Elfmans „zweiter“ Versuch, aber auch hiervon dürfte eine Suite für viele Filmmusik-Liebhaber genug sein. Zum Abschluss gibt es noch eine nette sinfonisierte Fassung des Titelthemas zur Fernsehserie der Sechziger von Neal Hefti. Joel McNeely und Varèses Hausorchester (siehe oben) spielen ansprechend, lassen aber, im Vergleich zu den Originalen, an einigen Stellen ein wenig Elan vermissen.

Titel: Batman Trilogy
Erschienen: 1997

Laufzeit: 50:18 Minuten

Medium: Sampler
Label: Varèse Sarabande
Kennung: VSD-5766

Komponist(en):

Schlagworte:


Sampler

Veröffentlicht am 19.10.1999 | von Michael Boldhaus

Alien Trilogy

Alien Trilogy Michael Boldhaus
Bewertung

Generell ist bei Kompilationen die Auswahl der Stücke entscheidend. Insofern ist die älteste Veröffentlichung „Alien-Trilogy“ die am besten gelungenste. Hier sind von Goldsmiths Alien-Musik auch zwei bislang unveröffentlichte Tracks enthalten, was die CD allein schon interessant macht. Die hervorragenden Kompositionen zu Alien (Jerry Goldsmith) und Alien-3 (Elliot Goldenthal) sollte man sich mittelfristig auch in einer längeren Version gönnen, die Musik zu Aliens (James Horner) hingegen muss man nicht unbedingt als Langfassung besitzen. Speziell die Horner-Komposition wirkt nämlich ohne den Film schnell ermüdend und einfallsarm. Alien-3 von Goldenthal ist kompositorisch zwar erstklassig, allerdings anfänglich ziemlich schwierig anhörbar. Daher dürfte eine Suite den meisten Filmmusik-Sammlern für den Anfang genügen.

Die eingespielten Auszüge vermitteln musikalisch ein weitgehend überzeugendes Bild; dies gilt besonders für die Musik zu den beiden Sequels; bei Alien würde ich die Langfassung aber in jedem Fall noch zusätzlich anschaffen. Auch Dirigent Cliff Eidelmann hat mit dem Royal Scottish National Orchestra (Varèses Hausorchester) einen „guten Job vollbracht“, die CD kann also insgesamt empfohlen werden.

Titel: Alien Trilogy
Erschienen: 1999

Laufzeit: 53:45 Minuten

Medium: Sampler
Label: Varèse Sarabande
Kennung: VSD-5753

Komponist(en):

Schlagworte:


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